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Nach Ortstermin

Stadt untersagt Umbau einer Islamschule

Die Stadt Mönchengladbach hat den Erweiterungsbau des vom Verfassungsschutz beobachteten islamischen Verein «Einladung zum Paradies» untersagt.

Ein Ortstermin habe ergeben, dass die für die Änderungen benötigten Genehmigungen nicht vorlägen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Der Verein will in einem Gebäude, das bislang teilweise als Moschee benutzt wurde, auch eine Islamschule eröffnen. «Wir warten jetzt auf die Bauanträge», sagte Stadtsprecher Dirk Rütten auf ddp-Anfrage.

Für Samstag (7. August) hat der Verein einen Informationsstand in der Rheydter Innenstadt beantragt und auch bewilligt bekommen. Da der Verein bereits mehrfach Stände dort hatte, gebe es keine Sicherheitsbedenken, sagte Rütten.

Der geplante Umzug der Islamschule von Braunschweig nach Mönchengladbach hat den nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz auf den Plan gerufen. «Der Verein 'Einladung zum Paradies e.V.' war in der Vergangenheit Anziehungspunkt für salafistisch orientierte Islamisten. Durch den Umzug könnte es zu einem erhöhten Zulauf aus diesem Spektrum nach Mönchengladbach kommen», erklärte die Leiterin des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Mathilde Kollerin. »Salafismus ist eine islamistische Strömung, die die Anwendung von Gewalt nicht grundsätzlich ablehnt«.

In Mönchengladbach ist bisher wenig über den Verein bekannt. »Wir haben ihn im Vorfeld nicht wahrgenommen«, sagte Rütten. Man habe sich mit der Stadt Braunschweig in Verbindung gesetzt. «Die haben aber wenig Erkenntnisse über den Verein.»

(ddp)


 


 

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