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  • 17.01.2013, 00:52 Uhr
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Bürgel-Studie

2012 gab es weniger Firmen-Insolvenzen

Die Zahl der Firmeninsolvenzen rangiert auf dem zweitniedrigsten Niveau innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Insgesamt wurden im Jahr 2012 in Deutschland 29.619 Unternehmen zahlungsunfähig - 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Das meldet die aktuelle Studie "Firmeninsolvenzen 2012" der Wirtschafts-auskunftei Bürgel. "Die europäische Staatsschuldenkrise und die Schwächephase der deutschen Wirtschaft zum Jahresende 2012 haben im Untersuchungs-zeitraum nicht zu einem Anstieg der Firmeninsolvenzen in Deutschland geführt", erläutert Bürgel
Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin.

Allerdings fällt der prozentuale Rückgang geringer aus als in den Vorjahren . Und: "Im Verlauf des vergangenen Jahres haben die durch Firmeninsolvenzen verursachten Schäden für Gläubiger stark zugenommen", erklärt Dr. Sellin. Dies sei insbesondere der hohen Zahl an Großinsolvenzen geschuldet - allen voran Schlecker und Neckermann. Die bundesweiten Insolvenzschäden belaufen sich 2012 auf rund 38,3 Milliarden Euro gegenüber 31,5 Milliarden Euro im Vorjahr.

Dominoeffekt kann jedes Unternehmen treffen

Die Hauptursachen für Unternehmenspleiten bleiben nach wie vor erstens das Ausbleiben neuer Aufträge bzw. Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen. "Selbst gesunde Firmen können in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, denn rund 20 Prozent der insolventen Unternehmen sind von diesen Dominoeffekten betroffen", erläutert Dr. Sellin. Drittens sind oftmals
Managementfehler für ein erhöhtes Insolvenzrisiko verantwortlich. "Eine falsche Markteinschätzung oder fehlende Wettbewerbsfähigkeit können zum Scheitern von Unternehmen führen", resümiert Dr. Sellin.

(Redaktion)


 


 

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