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Jobmotor Mittelstand

Rekordbeschäftigung in Düsseldorf

Obwohl die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen ist, waren noch nie so viele Menschen in Düsseldorf sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie im Jahr 2013. Als Jobmotor der Region hat sich wieder einmal der Mittelstand erwiesen.

Mit Blick auf die Entwicklung der Beschäftigung war das ein gutes Jahr für den Arbeitsmarkt. Es waren mit 374.400 Menschen noch nie so viele Frauen und Männer in Düsseldorf sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Gleichzeitig nahm aber auch die Arbeitslosigkeit gegenüber 2012 leicht zu. „Das ist in sich kein Widerspruch. Unter den Arbeitslosen wird es immer schwieriger, die geforderten Qualifikationen zu finden. Damit eröffnen sich Chancen für weitere Personengruppen wie zum Beispiel für Berufsrückkehrerinnen und Zuwanderern“, so Johannes Pfeiffer, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf. Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften hatte sich im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächt. Viele Einstellungen erfolgten zur Deckung des Fluktuationsbedarfs. Einmal mehr war der Mittelstand der Jobmotor in der Region.

Frauen sind Gewinner der Entwicklung

In den letzten drei Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stetig gestiegen und hatte Ende März 2013 mit rund 374.400 Personen einen vorläufigen Höchststand erreicht. Das waren knapp 3.500 mehr als vor einem Jahr. „Auch wenn bislang nur die Daten für das erste Quartal vorliegen, so kann man doch von einer Fortsetzung dieser Entwicklung im ganzen Jahr ausgehen. In der längerfristigen Betrachtung stellen wir fest, dass die Unternehmen ihr Teilzeitangebot stetig erhöht haben und die betrieblichen und kommunalen Angebote für die Kinderbetreuung optimiert wurden. Dies ist sicherlich ein wesentlicher Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eröffnet manchen Müttern und Vätern eine Beschäftigungschance“, so Pfeiffer. Die Teilzeitarbeit treibt die Beschäftigtenzahlen deutlich nach oben und hat sich seit 2001 nahezu verdoppelt. In diesem Zeitraum nahm die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 38.500 auf jetzt rund 81.200 zu. Eindeutiger Gewinner sind die Frauen – in vielen Fällen Berufsrückkehrerinnen.

Zuwanderer stärken den Arbeitsmarkt

Die Beschäftigtenzunahme speist sich aber auch aus Zuwanderungen aus den osteuropäischen Ländern wie Polen und Russland, tendenziell auch aus den südeuropäischen Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland sowie aus Japan und China. Rund 44.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus über 160 Ländern haben ihren Arbeitsplatz in Düsseldorf. Trotz der langsameren konjunkturellen Gangart und des Sogs der europäischen Rezession hat sich der Arbeitsmarkt 2013 weitestgehend robust gezeigt. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren machten sich die schwächeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen jedoch bemerkbar. Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 470 Personen gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem verringerte sich die Arbeitslosenquote von 8,7 Prozent Ende November auf 8,6 Prozent Ende Dezember. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 8,4 Prozent.


 


 

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