Einblicke zur Kunststoffmesse



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Die größte Blasfolienanlage der K 2010 ……
… steht in Halle 17 und hat schon beim Aufbau alle Rekorde gebrochen und produziert eine blaue Tissuefolie in Weltrekordzeit von 1.000 kg/Stunde. Mit einem Gesamtgewicht von rund 80 Tonnen und einer Höhe von 15,50 Metern Höhe (nur 80 Zentimeter unter der Hallendecke) ist die Anlage die größte der gesamten K 2010. Verkauft ist die Anlage auch schon – und zwar an den amerikanischen Verpackungsfolienhersteller Danafilms.

Automobile Zukunft gehört Kunststoff
Ein zukunftsweisendes Konzeptauto macht auf der K 2010 Station: Das „UC?“ des schweizerischen Autoentwicklers Rinspeed, das dank der High-Tech-Kunststoffe der Ticona GmbH auf dem Sprung zur Serienreife ist. Das kleine Elektroauto für zwei Personen spielt vor allem im städtischen Verkehr seine Stärken aus – ist es doch ausgesprochen klein (2,50 Meter lang), dank des Elektroantriebs emissionsfrei und verfügt mit 120 Kilometern Fahrdauer/aufgeladene Batterie über eine vergleichsweise große Reichweite. Allerdings ist der Elektroantrieb relativ schwer, was wiederum die Mobilität einschränkt. Genau hier setzen die High-Tech-Kunststoffe an und gewährleisten weniger Gewicht bei hoher Stabilität, geringe Emissionen im Autoinneren, UV-Beständigkeit, Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen und gute Gleitfähigkeiten. Der besondere Clou bei der „UC?“-Konzeption: Das Auto kommt in speziellen Autowaggons der Bahn an die Steckdose und erweitert so seinen Radius erheblich. Da trifft es sich doch gut, dass nach einer aktuellen Umfrage des TÜV Rheinlands 54 Prozent der Deutschen in den nächsten fünf Jahren ein Elektroauto kaufen möchten.

Kunststoff-Roboter mit kognitiver Wahrnehmung
Er ist 1,25 Meter groß, 15 Kilo schwer, hat eine weiße „Hülle“ aus Makrolon, heißt Myon, reagiert auf seine Umwelt – und ist ein Roboter, der das Sprechen erst noch lernen muss. Dafür ist er schon in der Lage, Gegenstände optisch zu erkennen und ihnen mit dem Kopf zu folgen. Das macht er sozusagen im Auftrag der Forschung – und zwar im Rahmen des EU-Forschungsprojektes ALEAR. Das Labor für Neurorobotik der Berliner Humboldt-Universität hat diesen Roboter, von dem es weltweit nur fünf Exemplare gibt, gemeinsam mit Frackenpohl Poulheim und Bayer MatarialScience entwickelt. Es soll erforscht werden, wie sich komplexe grammatikalische Strukturen und Verhalten in Gruppen von Robotern herausbilden. Die Humboldt-Universität kooperiert dazu mit dem SONY Computer Science Laboratory Paris (Frankreich), der Universität Osnabrück, der Universitat Autonoma de Barcelona (Spanien), der Vrije Universiteit Brussel (Belgien) und der University Alexandru Ioan Cuza of Iasi (Rumänien).

Ecotrekker: 90 Prozent aller Schuhteile sind umweltverträglich
Bayer MaterialScience hat ein einzigartiges Konzept für einen „grünen Schuh“ entwickelt, bei dem bis zu 90 Prozent aller Komponenten umweltverträglich sind. So wurde für den Konzeptschuh namens „Ecotrekker“ Polyurethan auf Basis natürlicher Ressourcen verbraucht, bei den Sohlenwerkstoffen wurde auf Schwermetalle verzichtet, und die Beschichtungen und Klebstoffe sind lösemittelfrei. Hinzu kommt, dass einzelne Teile des Schuhs – wie zum Beispiel die vordere Kappe – durch ihren hohen Anteil an biobasierten Rohstoffen recyclingfähig sind. Der Konzeptschuh wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Schuhkompetenzzentrum von Bayer MaterialScience in Shanghai entwickelt.

Kein Mausarm mehr – dank des intelligenten Handschuhs
Peregine heißt der intelligente Handschuh, der jedes Mausklicken überflüssig machen kann. Mittels eingebauter Sensoren im schwarzen Handschuh können über 30 Computeraktionen, wie Doppelklicken, Navigieren am Bildschirm etc. einfach durch Fingertippen ausgeführt werden. An einem Computerspiel kann man das ganz einfach mal ausprobieren.

Die kleinste Blasformmaschine der Welt ….
… sieht fast aus wie ein Spielzeug, ist aber voll funktionstüchtig. Mit ihren 1,50 Meter Höhe, 1 Meter Länge und 0,50 Meter Breite produziert die Maschine während der K 2010 kleine Leuchttürme. Die Maschine der Dr. Reinhold Hagen Stiftung – benannt nach dem Erfinder des Blasformverfahrens – wurde übrigens zu Schulungszwecken erstellt und wird anlässlich der K 2010 am Stand von Kunststoffland NRW präsentiert.

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