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K 2013

Messe wird zur größten Kunststofffabrik der Welt

Es boomt in Düsseldorf. Die Restaurants und Lokale werden voller, der Straßenverkehr noch dichter und die Rheinbahn wird zusätzliche Helfer einsetzen. Der Grund: Die Plastikwelt schaut ab kommender Woche auf Düsseldorf, wo mit der „K“ die wichtigste Kunststoffmesse eröffnet wird – und die hat es in sich.

Allein die blanken Fakten lassen erahnen, welche Bedeutung dieser Messe zugeschrieben wird. Fast unvorstellbare 40.000 Mitarbeiter der Aussteller verwandeln die Hallen am Rhein zu der „größten Kunststofffabrik der Welt“, so Messe-Chef Werner Dornscheidt. „Die K ist damit trotz starker Konkurrenz die unbestrittene Leitmesse ihrer Branche.“

Deswegen legen sich auch die Aussteller besonders ins Zeug. Zwei Drittel der insgesamt 19 Hallen sind dem Anlagen- und Maschinenbau gewidmet, werden teilweise komplette Produktionseinheiten aufgebaut, um die rund 200.000 Besucher die Möglichkeiten und Innovationen auf dem wachsenden Kunststoffmarkt vor Augen zu führen.

Denn Wachstum scheint der Branche ein gute Zukunft zu bescheren. „Nach dem Krisenjahr 2009 hatten wir 2012 das All-Time-High“, frohlockt Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirates, der mit einem Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre und einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von neun Prozent meldete: „Selbst Ölpreis und Wirtschaftskrisen konnten diese langfristige Entwicklung nicht stoppen.“ Weltweit, versteht sich. Der Trend im Inland ist nämlich nicht so goldig.

In der Produktion liegt China vor Deutschland

Zwar ist Deutschland in dieser Branche weiterhin Exportweltmeister im Maschinen- und Anlagenbau, liegt aber in der Gesamtproduktion hinter China auf Platz zwei, das derzeit hauptsächlich für den heimischen Markt produziert. Erwächst bei einer möglichen Binnen-Auslastung eine weitere Konkurrenz? Schließlich haben auch die USA den Kunststoffmarkt entdeckt. Reifenhäuser spricht in diesem Zusammenhang von Shale Gas Produktion, dem in den letzten Jahren halbierten Gaspreis in den USA und dem Trend der „Reindustrialisierung“. Dazu passt, dass die Produktion von Kunststoffen in Deutschland 2012 um 3.4 Prozent auf 19,4 Millionen Tonnen und die Umsätze um ein halbes Prozent auf 25,1 Mrd. Euro sanken.

Die „K“ ist eine Fachbesuchermesse und findet vom 16. bis 23. Oktober statt

Fakten zur deutschen Kunststoff- und Kautschukindustrie: Mit einem Umsatz von 88 Mrd. Euro und etwa 363.000 Beschäftigten in 3270 Unternehmen liegt ihr Anteil in Deutschland bei sechs Prozent an der heimischen Industrieproduktion. Dazu kommt die deutsche Kautschukindustrie mit rund 120 Unternehmen, 75.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von zwölf Mrd. Euro.

(Manfred Fammler)


 


 

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