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Strategische Maßnahmen

Nach Arcandor-Insolvenz: Neue Strategie bei Karstadt

Karstadt ist noch nicht gerettet. Ein riesiger Investitionsstau, schweigende Chefs und Mitarbeiter, die sich lossagen wollen, werfen kein gutes Licht auf die Warenhauskette. Eine neue alte Strategie Nicolas Berggruens soll nun die Rettung sein.

Schon in den Kaufvertrag lies Berggruen die Möglichkeit einer Aufteilung des Konzerns schreiben. Nun hat er diese Option durchgesetzt: Die Karstadt-Geschäftsbereiche Warenhäuser, Sporthäuser und Premiumhäuser werden künftig rechtlich eigenständig unter dem Konzerndach agieren. Schon in der zweiten Jahreshälfte 2011 soll die Aufgliederung vollzogen sein. In den nächsten Wochen soll eine genauere Strategie für die Geschäftsbereiche folgen. Über die Hintergründe kann nur spekuliert werden. Die Geschäftsführung unter der Leitung Andrew Jennings äußert sich nicht und verbietet auch engen Mitarbeitern mit der Presse zu sprechen, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Unbestätigen Gerüchten zufolge ist der Umsatz jedoch seit Jahresbeginn um vier oder mehr Prozent geschrumpft.

Berggruen ist der einzige der sich der Presse stellt. In mehreren Interviews  verriet er den Medien, dass alles nach Plan laufe. Allerdings kennt diesen Plan noch niemand. Beobachter sehen in dem Schachzug der Konzernaufteilung Hinweise auf einen schrittweisen Verkauf des Warenhauskonzerns. Berggruen könnte die florierenden Luxus- und Sporthäuser gewinnbringend verkaufen. Die Schuldenlast würde auf dem Karstadt-Stammgeschäft bleiben, dass dann in eine erneute Insolvenz schlittern würde, so zumindest das Worst-Case-Szenario des „Manager Magazins“.

(Redaktion)


 


 

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