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  • 11.08.2010, 07:10 Uhr
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  • Düsseldorf/ Frankfurt M.
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Experten sicher

Karstadt-Hängepartie hat negative Folgen

Die Hängepartie um die Rettung der insolventen Warenhauskette Karstadt hat nach Einschätzung von Experten bereits negative Auswirkungen auf das Unternehmen. Schon sei fähiges Personal von der Konkurrenz abgeworben worden.

Nicht nur für die Beschäftigten, die sich bereits seit über einem Jahr im Schwebezustand befinden, sondern auch in Bezug auf die Kundschaft seien die ständigen Fristverschiebungen «desaströs», sagte Jörg Funder, Professor für Unternehmensführung im Handel an der Fachhochschule Worms, der «Frankfurter Rundschau» (Mittwochausgabe). So sorgten sich die Kunden bei Unternehmen in Insolvenzverfahren, dass diese der Gewährleistung für gekaufte Waren nicht nachkommen könnten, weil sie zuvor pleite gehen.

Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg betonte erneut, dass Karstadt derzeit erfolgreich wirtschafte. Seinem Sprecher zufolge sind die Umsätze stabil und liegen über Plan. Jörg Funder dagegen bezweifelt, dass Karstadt in der derzeitigen Lage ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet. Zudem stelle sich die Frage, wie lange die Warenkreditversicherer der Karstadt-Lieferanten noch mitspielten. Wenn der erste Versicherer keine Ware mehr decke, habe Karstadt ein massives Problem: Denn die Versicherer prüften die Liquidität des belieferten Unternehmens genau.

Auch Andreas Kogge, Einzelhandelsexperte bei der Immobilienberatungsgesellschaft Jones Lang LaSalle, sieht Probleme: So sei es für Karstadt schwierig, angesichts der angespannten Lage gutes Personal zu finden. Einige Beschäftigte seien bereits zur Konkurrenz abgewandert.

(ddp)


 


 

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