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Karstadt-Insolvenz

Schrittchen für Schrittchen zur Lösung

Karstadt-Investor Nicolas Berggruen hat einen weiteren Schritt für die endgültige Übernahme des Warenhauskonzerns genommen. Wie die Valovis Bank am Donnerstag mitteilte, hat sie sich mit Berggruen in allen offenen Fragen geeinigt.

Die Bank hatte einen bis 2014 laufenden Kredit über 850 Millionen Euro an das Vermieterkonsortium Highstreet vergeben und befürchtete, dass die Rückzahlung des Kredits wegen der bei Karstadt vereinbarten Mietsenkungen unsicherer sei.

Wie die Bank weiter mitteilte, räumte sie Berggruen ein Vorkaufsrecht für den Erwerb des Darlehens von 850 Millionen Euro ein. Eine Lizenzvereinbarung regele zudem den Verbleib der Marke Karstadt. Sie berechtige Valovis insbesondere im Falle einer Folgeinsolvenz, die Marken und Domains von Karstadt zu nutzen, um die Karstadt-Häuser selbst oder durch einen Dritten betreiben zu lassen. Die Verwaltung des Karstadt-Namens erfolge über einen Treuhänder.

Einigkeit bestehe nun auch in der Frage um das sogenannte Miet-Step-Up-Recht. Es regele die Vorgehensweise, wenn Mietrückstände bei den Karstadt-Häusern auftreten. Sollte es dazu kommen, ist Valovis nach eigenen Angaben berechtigt, beim Berliner Kaufhaus KaDeWe die Aussetzung der vereinbarten Mietreduktion und die Rückkehr zu den alten Mieten zu verlangen.

Die Einigung mit Valovis stellt aber nur einen Schritt bis zu einer endgültigen Lösung bei Karstadt dar. Berggruen will in der kommenden Woche noch offene Fragen mit dem Vermieterkonsortium Highstreet und den dahinter stehenden Banken klären.

(ddp)


 


 

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