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Klang-Schale fürs Fahrrad

Praktische Physik am Lenker: Freisprechen ohne Kabel und Elektronik

Mit dem Fahrrad unterwegs am Düsseldorfer Rheinufer, kurz vor Kaiserswerth: Das Smartphone klingelt. Doch anstatt das Telefon mühsam aus der Tasche zu kramen und dann einhändig plaudernd durch die Gegend zu pedalieren, genügt hier der entspannte Blick aufs Display: drücken, Gespräch annehmen und sprechen – einfach so! Das ist sie also: die erste Freisprecheinrichtung fürs Fahrrad.

Als erstes fällt auf: Wo sind die Kabel? Eine Freisprecheinrichtung ohne Elektronik, ohne Batterie – kann das funktionieren? Antwort: Es kann! Die neue CESAcruise von Sminno funktioniert tatsächlich ohne Strom und verrichtet am Fahrrandlenker zuverlässig ihren Dienst. Die Konstruktion der Klang-Schale macht’s: Schallverstärkung durch geschickte Verschachtelung der Bauteile – praktische Physik am Lenker.

CESA steht für COMPACT ECO SOUND AMPLIFIER und ist der Geschäfts-Grundsatz der Gebrüder Khesrau und Sohrab Noorzaie: „Wir verstärken Schallwellen ohne zusätzlichen Energieverbrauch durch besondere Materialauswahl und Ausrichtung.“ Die beiden Schallenwellen-Tüftler arbeiten unter dem Firmennamen Sminno und haben bislang zwei Produkte rund ums Smartphone entwickelt. Mittlerweile gibt es eine Charity-Kooperation mit der Organisation skate-aid.de von Titus Dittmann.

Die Noorzaie-Brüder und Dittman lernten sich während ihrer Teilnahme als Kandidaten beim ZDF WISO „Kampf der Start-Ups“ kennen. Dittmann saß in der Jury und war sofort von dem großen Potential der Idee einer Freisprecheinrichtung für Fahrräder überzeugt. Der CESAcruise ist inzwischen eines der so genannten Collabo-Produkte von skade-aid. Mit jedem verkauften Gerät geht eine festgelegte Summe als Spende in die skate-aid Kinder- und Jugendprojekte, bei denen weltweit Entwicklungsarbeit mit dem Skateboard geleistet wird.

Einfach zu montieren - und Musik ohne Fummeln

Zurück zum CESAcruise: Ebenso archaisch wie das Schallsystem ist die Befestigung: ein Gummiband, eine Metallklemme, dazu die Halterung mit nur einer Schraube (der entsprechende Imbusschlüssel liegt schon bei), und schon kann die Schale problemlos auf die Halterung geschoben werden. Das Smartphone wird mittels Gummizug fixiert. Hält superfest und hilft, das Handy ohne Fummelei auch während der Fahrt zu bedienen – beispielsweise, um die eigene Lieblingsmusik zu hören.

Trotz der geschlossenen Form der Schale ist es möglich, das Smartphone via Ladekabel an Nabendynamos anzuschließen und damit unabhängig vom Akku zu machen. Das wären dann aber auch die einzigen elektrischen Teile, die in der Freisprechanlage zu finden sind...

(Wolfram Lotze)


 


 

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