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Düsseldorfer Handlungskonzepte

Klimaschutz in der Diskussion

Auf großes Interesse ist eine Klimaschutztagung gestoßen, zu der das Deutsche Institut für Urbanistik, der Deutsche Städtetag und die Landeshauptstadt Düsseldorf am 10. und 11. Juni ins Düsseldorfer Rathaus eingeladen haben. Deren Thema "Kommunaler Klimaschutz: Maßnahmen, Erfolge, Perspektiven" beschäftigt offenbar gleichermaßen die Einwohner, wie die Politiker und die Mitarbeiter der Stadtverwaltungen der sie beherbergenden Städte. Ziel der Veranstaltung ist es, sowohl erfolgreiche Handlungsansätze verschiedener Städte als auch Programme, Richtlinien und gesetzliche Regelungen zur Förderung des Klimaschutzes gegenüber zu stellen. Zur Tagung sind viele kommunale Führungskräfte, Ratsmitglieder sowie Vertreter aus der Landes- und Bundespolitik gekommen.

Auslöser dafür, dass der Klimawandel und damit auch der Klimaschutz zurzeit in aller Munde ist, ist die in den vergangenen Jahren auch für Mitteleuropa festgestellte Zunahme von Intensität und Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Starkregen und Hochwasser, Stürme und Hitzewellen. Auch in der Politik – weltweit, auf europäischer und Bundesebene – hat das Thema Konjunktur. Angesichts ihres hohen Anteils an Treibhausemissionen sowie ihre technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten sind die Industriestaaten dabei ganz besonders gefordert. "Vor diesem Hintergrund ist konsequentes Handeln auf internationaler, nationaler und auch kommunaler Ebene gefordert", erklärte der Düsseldorfer Bürgermeister Dirk Elbers.

Ein großer Teil des Treibhauseffektes und des damit verbundenen Klimawandels wird in den städtischen Ballungsräumen verursacht. Deshalb wird gerade von den Städten erwartet, nachhaltige urbane Zukunftsmodelle mit dem Ziel einer Verringerung der klimarelevanten Spurengase wie Kohlendioxid, Methan und Stickstoffoxid zu entwickeln. Viele Städte setzen sich schon seit langem für den Klimaschutz ein. Neben Projekten zur Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien stehen dabei sowohl die energetische Gebäudesanierung als auch Verkehrskonzepte und die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsträger im Vordergrund. Auch in der kommunalen Bauleitplanung finden Klimaschutzkriterien zunehmend Berücksichtigung. Städte wie Berlin, Dresden, Düsseldorf, Freiburg im Breisgau, Hannover, Münster und Stuttgart berichten bei der Tagung über aktuelle Projekte des kommunalen Klimaschutzes sowie über Erfolge und Hemmnisse.

Öffentlliche Podiumsdiskussion am 10. Juni



Um eine breitere Öffentlichkeit einzubeziehen gibt es am Dienstag, 10. Juni, 16.30 Uhr, noch eine öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Titel "Grundlastversorgung ohne Kohle und Atomkraft?". Seit langem tragen Kohle und Kernenergie den Hauptanteil an der Grundlastversorgung, Gas und regenerative Energien dienen vornehmlich zur Abdeckung der Verbrauchsspitzen. Doch neben der umstrittenen Atomkraft scheint in Zeiten des Klimawandels auch die Akzeptanz für den Neubau von Kohlekraftwerken zu sinken. Wie sieht also die Energieversorgung der Zukunft aus? Sind Kohle und Kernenergie noch zeitgemäß? Welchen Anteil können regenerative Energien leisten? Diese Fragen sollen von unterschiedlichen Standpunkten aus beleuchtet werden.

Die Moderation übernimmt Konrad Handschuch von der Wirtschaftswoche Düsseldorf. Diskussionsteilnehmer sind Professor Uwe Leprich, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Saarland, Frank Thiemler, Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW, Markus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf AG sowie Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

(Redaktion)


 


 

Klimaschutz
Treibhauseffekt
Deutsche Institut für Urbanistik

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