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Kö-Brücke

Düsseldorf zwingt Pokémonis in die Knie

Die Landeshauptstadt hat die Girardet-Brücke über den Kö-Graben, offenkundig eine der wichtigsten Verkehrsachsen in der City, teilgeräumt: Zwei der bisherigen vier Poké-Stops wurden entfernt. Düsseldorf hat das kalifornische Unternehmen Niantic (geschätzte 100 Mitarbeiter) in die Knie gezwungen.

Wir erinnern uns: Monatelang (gefühlt) belagerten täglich Hunderte Fans des Online-Spiels PokémonGo die kurze Brücke, weil dort besonders viele und seltene Pokémon-Monsterchen einzufangen waren. Die Spieler rückten sich die eine oder andere Kö-Bank zurecht (kein Geldinstitut!), hockten auf den Gehwegen, die Beine sorglos in die Straße gestreckt. Dixie-Klos und Mülleimer wurden aufgestellt, ab und an wurde die Brücke für den Straßenverkehr gesperrt.

Die Stadt schien die Pokémonis fast so zu pflegen wie diese ihre kleinen Bildschirm-Ungeheur. Selbst dem privat veranstalteten Gourmet-Festival trotzten die Fans und machten es sich zwischen Austernbänken und Champagnerbrunnen gemütlich.

Die Girardet-Brücke mit ihren Spielermassen wurde ein Liebling der Fotografen. Die herkömmlichen Medien und Social Media stürzten sich begeistert auf das Thema: ein kleines Schnipselchen Sympathiewerbung für Düsseldorf und die Kö.

Doch der Stadt wurde das bunte Treiben wohl irgendwann zu unheimlich (schon wegen der Hauptverkehrsachse Girardet-Brücke), offiziell wurde das PokémonGo-Unternehmen Niantic aufgefordert, die Zahl der Poké-Stops dort einzuschränken. Und jetzt ist Vollzug gemeldet: Nur noch zwei Stops auf der Brücke machen die Kö für die Fans weit weniger interessant.

Altstadt-Hotspots als wohlfeiler Ersatz

Durchaus interessante Poké-Treffs blühen jedoch auch in naher Umgebung. Sitzt man in dem kleinen Biergarten zwischen Neanderkirche und Brauhaus Schlüssel (Bolker Straße), hat man zentrale Position zwischen zwei Poké-Stops. Vor dem Uerige - auch nicht schlecht. Und Dausers Biergarten auf dem Carlsplatz wird von drei Stops umzingelt. Weitere Hotspots für die Pokémonis tun sich überall in der Altstadt auf.

Dass auf dem Carlsplatz vorwiegend Rattfratze und Taubsis ins Netz der Pokémonis gehen, tut der Freude keinen Abbruch - so halten sie den Markt sauber!

Aber, liebe Stadt Düsseldorf: Auf der Kö war der Poké-Aufenthalt frei von Konsumzwängen, die genannten Hot Spots in der Altstadt aber befinden sich in nächster Nähe oder haben sogar direkte Anbindung zum Ausschank Düsseldorfer Hausbrauereien. Hast du das gewollt, Düsseldorf? Den Bierumsatz der heimischen Wirtschaft(en) steigern? Und die jungen Spieler dem Monster Alkohol in die Fänge treiben???

Bitte noch mal drüber nachdenken!!

P.S.: Als Portal für den Standort Düsseldorf nehmen wir gern noch Standort-Vorschläge für Pokémon-Spieler entgegen und werden sie umgehend veröffentlichen. Das gilt auch für Standorte in Mönchengladbach, Krefeld und Neuss. Einfach Mail an: duesseldorf@business-on.de!

(Karl-Heinz Övelgönne)


 


 

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