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Etikette in närrischen Zeiten

"Seien Sie keine Spaßbremse!" rät Expertin

Karneval ist nicht jedermanns Sache. Der Anpassungszwang bei Karnevalsfeiern in Unternehmen kann für manchen zum Problem werden, betont die Berliner Etikette-Expertin Nandine Meyden.

Dennoch sei es unhöflich und mitunter sogar karriere-schädigend, dem fröhlichen Treiben mit als Miesepeter zuzuschauen und Kollegen die Stimmung zu verhageln. «Mit solchem Verhalten kommen Karnevals-muffel in die Schub-lade der Spaß- und Spielverderber», warnt die Expertin.

Tatsächlich kann über ein Drittel (36 Prozent) der Deutschen mit dem närrischen Treiben nichts anfangen. Wie eine repräsentative Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2009 für die Zeitschrift «Daheim in Deutschland» herausfand, zählt sich gut ein weiteres Drittel (37 Prozent) allenfalls zu den passiven Zuschauern. Während sich in den rheinischen Karnevalshochburgen bis zu drei Viertel der Befragten von der ausgelassenen Feierlaune anstecken lassen, ist die «fünfte Jahreszeit» jedem zweiten Berliner, Hamburger, Niedersachsen und Schleswig-Holsteiner gleichgültig.

Karnevalsmuffel sollen sich outen

«Für Karnevalsmuffel gibt es zwei Möglichkeiten, diese Zeit gut zu überstehen», sagt Meyden. Entweder sie nehmen Urlaub, oder sie outen sich vor ihren Kollegen, ohne sie jedoch vor den Kopf zu stoßen. Etwa so: «Ich kenne mich damit nicht aus. Führt mich doch ein.» Oder: «Das ist zwar nicht mein Fall, aber vielleicht bringt ihr mich auf den Geschmack.» Auf jeden Fall sollten die Äußerungen wertneutral und charmant gesagt sein. Abwertende negative Worte mit der entsprechenden Miene dazu wirkten verletzend und unkollegial.

Schließlich habe jede Firma ihre eigene Unternehmenskultur und die gelte es zu respektieren, betont die Etikette-Expertin. Karnevalsgegner sollten auch bedenken, dass die Narrenzeit ein Event ist, auf das sich Kollegen oft ein ganzes Jahr gefreut und vorbereitet haben. Da sei es nicht zu viel verlangt, wenigstens freundliches Interesse zu zeigen und auch einiges über sich ergehen zu lassen. Allerdings müssten Karnevalsmuffel auch nicht überall mitmachen. Wo und wann ein unauffälliger Rückzug möglich ist, müsse jeder selbst erspüren.

(dapd )


 


 

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