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253 Milliarden "Umsatz"

Schwarzarbeit als Konjunkturprogramm

Die Schwarzarbeit in Deutschland ist im vergangenen Jahr infolge der Wirtschaftskrise weiter gestiegen. Insgesamt dürfte sie um fünf bis sechs Milliarden auf insgesamt rund 253 Milliarden Euro gestiegen sein, sagte der Linzer Ökonom Friedrich Schneider der «Wirtschaftswoche» laut Vorabbericht.

«Viele Arbeitnehmer haben insbesondere durch Kurzarbeit spürbare Einkommensverluste erlitten, die sie kompensieren mussten. Auf der anderen Seite hatten sie mehr Zeit, nebenher zu arbeiten.» Doch auch viele Manager und Banker trügen Verantwortung für die Entwicklung. Die Leute hätten das Gefühl, die Schuldigen für das ganze Desaster kämen ungeschoren davon, während sie selbst wegen am Wochenende verlegter Fliesen oder einer illegalen Putzfrau kriminalisiert würden, sagte er.

Für das laufende Jahr rechnet Schneider wegen der steigenden Arbeitslosenzahlen mit einer weiteren Zunahme der Schattenwirtschaft um fünf bis acht Milliarden Euro.

Zugleich verwies Schneider auch auf die ökonomischen Vorteile der Schwarzarbeit. Immerhin erfolge «durchaus eine Wertschöpfung», auch wenn dem Fiskus und den Sozialkassen jährlich zwischen 20 Milliarden und 25 Milliarden Euro fehlten. Allerdings werde das schwarz verdiente Geld nicht gespart, sondern wieder ausgegeben. «Das ist ein schönes Konjunkturprogramm und hat den Konsum 2009 ein Stück weit stabilisiert», sagte der Ökonom.

(ddp)


 


 

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