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  • 30.01.2014, 17:48 Uhr
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  • Düsseldorf
Konsolen

Ausverkauft und Lieferengpässe – warum Sonys PlayStation 4 kaum zu haben ist

Vor mehr als sieben Wochen ist die aktuelle Generation von Sonys Videospielkonsole, der PlayStation, auf den europäischen Markt gekommen. Bereits im Vorfeld waren die Erwartungen groß, und die treue Spielergemeinde sehnte den Release der Konsole schon lange herbei.

Derart viele Vorbestellungen hatte man bis dato noch nicht verzeichnen können, und dennoch beziehungsweise deshalb gibt es bis heute Lieferengpässe. Mehr als eine Million Mal hatte sich die Konsole sogar innerhalb der ersten 24 Stunden verkauft, bis Ende 2013 waren es dann schon 4,2 Millionen Einheiten. Und das Bemerkenswerte für den japanischen Technikriesen Sony ist, es hätten noch weitaus mehr sein können.

Wer jetzt eine PlayStation 4 kaufen möchte, hat nicht allzu viele Möglichkeiten. Zum regulären Preis von 399 Euro ist die Konsole derzeit nirgends zu haben. Vorbestellen ist allerdings möglich und lohnt sich, denn selbst wenn es bald wieder Nachschub gibt, wird der recht schnell vergriffen sein. Böse Zungen vermuten dahinter eine ausgeklügelte Marketingstrategie, um den Hype um die Konsole weiter anzufeuern. Das allerdings ergibt nur wenig Sinn, denn Sony wäre mit ziemlicher Sicherheit der Letzte, der sich gegen mehr verkaufte Konsolen sträuben würde.

Die komplexe Logistik von Computerbauteilen

Sony selbst verdient an der Konsole erstmal nichts oder nur sehr wenig, das Geschäftsmodell basiert stattdessen auf möglichst vielen verkauften Konsolen und der Tatsache, dass die Einnahmen über die Spiele und sonstige Zusatzsoftware generiert werden. Weniger Konsolenbesitzer bedeuten dann also auch weniger Umsatz. Das Problem mit den massiven Lieferengpässen liegt zum einem an den Verkaufszahlen, die trotz hoher Prognosen sogar übertroffen wurden und zum anderen am komplizierten Einkauf der einzelnen Bauteile. Denn wie die Wirtschaftswoche aufzeigte, hat man in der Branche vor allem mit dem schnellen Preisverfall einzelner Komponenten zu kämpfen.

Heißt im Klartext: Als Sony angefangen hat die ersten Geräte zu bauen, lagen die Produktionskosten vermutlich noch weit über dem aktuellen Verkaufspreis, inzwischen liegen sie schon wieder knapp darunter. Im Vorfeld also viele Geräte zu produzieren und in den eigenen Lagern zu horten, ist ein ganz schön riskantes Unterfangen. Machen die Einkäufer und Logistiker hier nur einen kleinen Fehler in ihrer Rechnung, dann kann das den Konzern ganz schnell mal mehrere Zehntausend, mitunter auch mal Hunderttausend Dollar kosten. Jetzt wird Sony seine Kunde aber nicht mehr lange warten lassen, mindestens bis März ist das Angebot noch gering, dann sollte die PlayStation 4 aber wieder ausreichend auf Lager sein.

(Redaktion)


 


 

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