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Konjunktur/ Konsum/ GfK

Konsumklima zieht weiter an

Das Konsumklima setzt seinen Aufwärtstrend auch im Spätsommer fort. Laut der GfK steigen sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung noch einmal an. Zudem verbessert sich die Anschaffungsneigung. Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten. Im langfristigen Vergleich bleibt das Konsumklima jedoch weiter auf einem relativ niedrigen Niveau.

Nachdem nach letzten Meldungen verschiedener Wirtschaftsinstitute die Talfahrt der deutschen Wirtschaft gestoppt scheint, hat sich der Konjunkturpessimismus weiter verringert. Somit legen die Konjunkturerwartungen zum fünften Mal in Folge zu. Die Inflation verschwindet, den Verbrauchern bleibt mehr Geld im Portemonnaie. Dies drückt sich in steigenden Einkommenserwartungen aus. Stabile oder sogar rückläufige Preise sowie ein weiterhin verhältnismäßig stabiler Arbeitsmarkt sorgen dafür, dass auch die Anschaffungsneigung steigt. Ob dieser positive Trend auch künftig anhalten wird, hängt jedoch davon ab, inwieweit sich der Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres eintrübt. Ein starker Anstieg der Erwerbslosigkeit würde sicherlich auch das Konsumklima belasten.

Konjunkturerwartung: fünfter Anstieg in Folge

Die Konjunkturerwartungen lassen ihr Rezessionstief vom Jahresanfang immer weiter hinter sich. Der Indikator steigt im August mit einem Plus von 6,5 Punkten bereits zum fünften Mal in Folge. Aktuell weist er einen Wert von -7,5 Zählern auf und liegt damit mehr als 14 Punkte über seinem entsprechenden Vorjahreswert.
Nachdem die steile Talfahrt der deutschen Wirtschaft nun gestoppt scheint, geben die Verbraucher ihren Konjunkturpessimismus mehr und mehr auf. Die Chancen, dass die Wirtschaft bereits im dritten Quartal dieses Jahres wieder wachsen könnte, sind deutlich gestiegen. Die Entwicklung der Auftragseingänge sowie der Produktion stützen diese Prognose. Auch die weltweit aufgelegten Konjunkturprogramme zeigen ihre Wirkung. In der Folge geben sich die Finanzanalysten wieder deutlich optimistischer, wie die aktuelle Entwicklung der ZEW-Konjunkturerwartungen belegt. Mit dem neunten Anstieg innerhalb der vergangenen zehn Monate erreichte der ZEW-Index seinen höchsten Stand seit April 2006 und lag zudem deutlich über seinem langjährigen Mittelwert von 26,5 Punkten. Auch der ifo Geschäftsklimaindex kletterte im August unerwartet kräftig auf 90,5 Zähler und verzeichnet damit den fünften Anstieg in Folge.

Einkommenserwartung: weiter im Aufwind

Nachdem die Einkommenserwartungen im Juli zum ersten Mal seit April 2008 wieder im Plus lagen, gewinnen sie aktuell noch einmal hinzu. Der dritte Anstieg in Folge bringt den Indikator im August auf 8,8 Punkte; das entspricht einem Plus von 7 Punkten gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Zuwachs sogar mehr als 25 Punkte.
Verschiedene Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II wie niedrigere Krankenversicherungsbeiträge und Entlastungen bei der Einkommenssteuer sorgen ebenso wie die geringe Inflation dafür, dass sich die Einkommensstimmung derzeit verbessert. Aufgrund der stabilen und sogar sinkenden Preise bleibt den Konsumenten zudem mehr Geld im Portemonnaie. Diese Entwicklungen überlagern im Moment offenbar mögliche Ängste um den Arbeitsplatz.

Anschaffungsneigung: Trend zeigt nach oben

Nach dem zweistelligen Zuwachs im Vormonat verbessert sich die Anschaffungsneigung auch im August. Mit einem Plus von 6 Punkten fällt der Anstieg zwar aktuell etwas weniger stark aus als in den Vormonaten. Insgesamt weist der Indikator jedoch einen Wert von 31,1 Punkten auf und liegt damit auf dem höchsten Stand seit Dezember 2006.

Vor allem das niedrige und teilweise sinkende Preisniveau stützt die Konsumneigung. Dieser Zusammenhang zwischen den Preiserwartungen der Verbraucher und ihrer Bereitschaft zu konsumieren, zeigte sich auch in der Vergangenheit. Da die Preiserwartungen derzeit deutlich auf Talfahrt sind, stimuliert dies die Konsumneigung. Zudem blieb der Arbeitsmarkt angesichts der Krise bislang erstaunlich robust. Die Unternehmen versuchen auf breiter Front, mit Hilfe von Kurzarbeit Zeiten schwacher Kapazitätsauslastung zu überbrücken. Schließlich dürfte auch der Staat die Anschaffungsneigung mit der Abwrackprämie zusätzlich temporär stützen.


 


 

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