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Le Grand Départ - Noch 227 Tage

Düsseldorf und die Nachbarn im Tourfieber

Christoph Schultz, Bürgermeister der Stadt Erkrath, freut sich schon jetzt auf den Grand Départ der Tour de France und die Fahrt durch seine Stadt.

„Der Neandertaler war vor 42.000 Jahren in Erkrath aktiv, und seitdem ist unsere Stadt etwas aus dem Blickfeld geraten. Das wird sich durch die Tour de France wieder ändern“, erklärte das Stadtoberhaupt hoffnungsfroh im Düsseldorfer Schlossturm.

Dorthin hatte Düsseldorfs OB Thomas Geisel zum „Tourgipfel“ die Verwaltungspitzen jener Städte und Kreise eingeladen, durch die die zweite Etappe der Tour de France am Sonntag, 2. Juli 2017, führen wird.

Unisono bedankten sich die Tour-Städter bei Geisel für die Gelegenheit, sich bei einer der bedeutendsten Sportveranstaltungen des kommenden Jahres ins rechte Licht rücken zu können. Geisel selbst freut sich darauf, dass „dieses Großereignis nicht nur für die Stadt Düsseldorf, sondern für die ganze Region einen Riesenchance und ein großes Glück“ ist. Damit nicht genug. Die Tour de France, die nach 30 Jahren erstmals wieder in Deutschland starte, sei auch „ein starkes Signal für die deutsch-französische Freundschaft – gerade in diesen Zeiten."

„Tour de Chance“

Schon jetzt laufen auch im Umland die Planungen für den Tour-Start auf Hochtouren. So will der Kreis Mettmann das Neandertal-Museum zu einem „Hotspot“ für die Fans machen. Hier sollen selbst die Profi-Radsportler angesichts der Begeisterung eine Gänsehaut bekommen. Auch der Karnevalszug der Kreisstadt läuft ganz im Zeichen des sportlichen Großereignisses: Die Jecken feiern diesmal unter dem Motto „Tour de Chance“.

Ratingens Bürgermeister Klaus Konrad Pesch freut sich schon jetzt darauf, wenn das Fahrerfeld durchs romantische Schwarzbachtal rauscht. „Eigentlich sollte die Straße schon längst ausgebaut sein. Jetzt sind wir froh, dass sie so schön kurvenreich und eng ist – ideal für das Peloton“, erklärte Pesch. Mit der Abfahrt von der Knittkuhle in die Dumeklemmerstadt biete man zudem die erste „Bergabwertung“ der Tour.

Im Schatten der Zückerrübe

In Neuss wird das Fahrerfeld am Quirinusmünster vorbeifahren, in Büttgen gibt’s parallel zur Tour das Schützenfest, und in Aachen passiert das Feld neben Rathaus und Dom auch den Marktplatz. Der Kreis Düren ist bereits zum zweiten Mal Schauplatz einer Tour-Etappe. Diesmal führt die Strecke, so Landrat Wolfgang Spelthahn, aber statt durch die Eifel im Süden durchs platte Land im Norden – eine „Region, in der das Blattwerk der Zuckerrübe als höchste Erhebung Schatten“ spende.

Zweimal durch die Landeshauptstadt

Nach der 1. Etappe am 1. Juli 2017, die als Einzel-Zeitfahren durch die Düsseldorfer City führen wird, startet die 2. Etappe am 2. Juli 2017 ebenfalls in der Landeshauptstadt. Nach einem Rundkurs durch Erkrath, Mettmann und Ratingen kreuzt die Strecke noch einmal Düsseldorf – ein Novum in der Geschichte der Tour de France. Erstmals führt die "Große Schleife" aus der Stadt des Etappen-Starts heraus und wieder in diese zurück.

Anschließend geht die Route über Meerbusch, Neuss, Kaarst-Büttgen und Korschenbroich nach Mönchengladbach. Hier wird die erste Sprintwertung der Tour abgenommen. Über den Kreis Heinsberg und den Kreis Düren mit der Stadt Jülich sowie den Gemeinden Titz und Aldenhoven fahren die Profi-Fahrer danach durch die Städteregion Aachen mit den Städten Alsdorf und Würselen in die Domstadt Aachen. Nach insgesamt 206 Kilometern endet die Etappe im belgischen Lüttich.

Sven Teutenberg, sportlicher Direktor des Grand Départ, freut sich schon jetzt auf die Medienresonanz: „Die Tour wird in mehr als 100 Länder mit über 50 Millionen Zuschauern übertragen – eine großartige Werbung für Düsseldorf und die Region.“

(Wolfram Lotze)


 


 

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