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Liberalisierter Strommarkt

Naturstrom AG feiert 20. Geburtstag

Vor 20 Jahren wurde der Strommarkt liberalisiert. 16 Mitglieder aus Umwelt- und Ökoenergieverbänden nutzten damals die Möglichkeiten, die die Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes bot und hoben die Naturstrom AG aus der Taufe. Trotz des Erfolges der letzten Jahre kritisiert der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens anlässlich des Geburtstages die Politik.

"Die Entscheidung der Politik zur Liberalisierung des Strommarktes war die Basis, die Entscheidung engagierter Bürger zur Gründung des Unternehmens aber war der entscheidende Startpunkt für eine mehr als spannende - und wie man heute sieht erfolgreiche - Entwicklung eines neuen Energieversorgers", sagt Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der Naturstrom AG. Die Gründer gaben dem Unternehmen den Auftrag, ein Prototyp für eine Energiewirtschaft auf Basis erneuerbarer Energien zu werden und die Energiewende voranbringen. "Naturstrom ist längst mehr als ein Ökostromanbieter", so Banning. "Das Unternehmen ist auf dem Weg zum integrierten grünen Energieversorger." So wuchs in den letzten Jahren der eigene Erzeugungspark. Naturstrom betreibt mittlerweile Windenergie-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen mit einer Leistung von mehr als 160 MW und investierte in den letzten drei Jahren mehr als 200 Millionen Euro. Auch in diesem Jahr sollen wieder mehrere Anlagen dazukommen, vornehmlich Solarparks. "Mieterstromprojekte und neue Formen der Wärmeversorgung, die Vermarktung von Wind- und Solarstrom, der Betrieb von Messstellen und Anschlussnetzen, Infrastruktur für E-Mobilität - all das gehört inzwischen zu Naturstrom", so Banning weiter.

Deutliches Wachstum erst seit 2006

Rund 260.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen werden mittlerweile von Naturstrom mit Ökostrom und Biogas beliefert, mehr als 400 Ladesäulen für E-Fahrzeuge werden versorgt. Dabei sah es lange Jahre nicht danach aus, als würde Naturstrom jemals in die aktuellen Größenordnungen vordringen. Nach der Gründung stagnierte der Ökostrom-Pionier bei wenigen Tausend Kunden. Deutliche Zuwächse gab es ab 2006 mit der einsetzenden Debatte um den Klimawandel und der Diskussion um den Atomausstieg. Bis einschließlich 2011 konnte Naturstrom den Kundenstamm jährlich nahezu verdoppeln. Trotzdem sieht Vorstandschef Banning den Rahmen gefährdet, der die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre ermöglicht hat: "Wir beobachten eine Bevorzugung großer Anbieter seitens der zuständigen Ministerien und Bundespolitiker. Dem liegt ein Weltbild zugrunde, demzufolge Größe die Kosten senkt. Was aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass die Preise für die Kunden sinken. So wird einseitig auf die reinen Produktionskosten von Strom abgestellt, wenn es darum geht, wer wo welche neuen Anlagen errichten darf. Die Kosten des Systems dagegen werden nicht berücksichtigt und auf die Bürger und kleinen Unternehmen abgewälzt."

(Redaktion)


 


 

Naturstrom AG
Dr. Thomas E. Banning
Ökostrom

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