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Das wichtigste Kapital

Lob erhöht die Leistungen der Mitarbeiter

Dass die Mitarbeiter das wichtigste Kapital sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Kaum eine Firmenbroschüre, kaum ein Führungsseminar und kaum eine Ansprache kommt ohne dieses Mantra der betriebswirtschaftlichen Philanthropie aus. Leider ist es grundfalsch.

  • Mitarbeiter sind weder Kapital noch Human-Ressourcen, sondern Menschen. Und die werfen keine Zinsen ab und sind auch nicht konvertierbar. Vielmehr sind es höchst unterschiedlich gestrickte Persönlichkeiten, mit allen Vorzügen und Fehlern, die ein Mensch haben kann. Für Vorgesetzte, Manager oder Unternehmer öffnet sich deshalb an dieser Stelle das riesige, kaum überschaubare Feld der Psychologie. Neuerdings vervielfacht durch die Erkenntnisse der Neurobiologie und -psychologie.


Anleitungen zum Umgang mt Mitarbeitern

In dieser Situation ist es nicht verwunderlich, dass mal wieder ein Amerikaner mit Pragmatismus punktet. Es ist Kenneth Blanchard, der mit dem 1-Minuten-Manager einen Weltbestseller geschrieben hat. Jetzt geht es um die „Praxis des 1-Minuten-Managers“, und dafür hat sich Blanchard mit dem Spezialisten für Produktivitätssteigerung Robert Lorber zusammengetan. In einem kleinen Buch geben die beiden Autoren glasklare Anleitungen zum Umgang mit Mitarbeitern. Ohne lange wissenschaftliche Begründung, ohne Fußnoten. Das Credo des Buches: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter genau wissen, was sie tun müssen, prüfen Sie, ob Sie es tun und dann vor allem: Geben Sie sofort fundiertes kurzes Feedback. Denn, so hat es sich in der Praxis gezeigt, Zielvereinbarungen tragen zu 15 – 25% zum späteren Ergebnis bei. Konkretes Feedback nach getaner Arbeit ist aber für bis zu 85% kontinuierlich guter Leistungserbringung relevant. Und geizen Sie dabei nicht mit Lob, denn kein Mitarbeiter wird langfristig zu motivieren sein, ohne diese Art des Erfolgserlebnisses. Aber loben Sie nicht über den grünen Klee, sondern heben Sie genau das hervor, was Ihr Mitarbeiter in Bezug auf die Vorgabe gut gemacht hat.

Belohnungen verändern die Verhaltensweisen

Mit dieser Herangehensweise liegen die pragmatischen Amerikaner übrigens ganz auf der Linie mit dem Gehirnforscher Gerhard Roth, der Belohnung immer noch für das beste Mittel hält, um Verhaltensweisen zu verändern. Auch wenn es nicht immer einfach ist, den richtigen Ton zu treffen und die richtige Belohnung zu finden– die Mitarbeiter als Menschen in all ihren Facetten wahrzunehmen, ist die Grundlage für erfolgreiches Arbeiten und Zusammenarbeiten. Nur dann kann entstehen, was es für kein Geld der Welt zu kaufen gibt - Vertrauen.

Literatur-Tipps
  • Kenneth Blanchard, Robert Lorber: Die Praxis des :01 - Minuten – Managers
  • Gerhard Roth: Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten 

(Redaktion)


 


 

Kenneth Blanchard
Robert Lorber
Gerhard Roth
Managementbuch

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