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Lösungen für den 3D-Druck

Henkel entwickelt neue Materialien

Die Technologie des 3D-Druck breitet sich schnell aus und wird bereits von Designern in fast allen Industriebereichen genutzt. Der Henkel-Konzern will nun seine technologischen Expertise und Materialkenntnisse einsetzen, um mit völlig neuen Materialien auf diesem Markt Fuß zu fassen.

3D-gedruckte Teile werden hauptsächlich für den Bau von Prototypen eingesetzt, um Form und Funktionalität eines Entwurfs zu überprüfen. In einigen Fällen sind die 3D-gedruckten Strukturen sogar selbst Teil des fertigen Produktes (Additive Fertigung). Der Henkel-Zweig „Adhesive Technologies“ hat es sich nun zum Ziel gesetzt, seine technische Kompetenz bei der Entwicklung von Werkstoffen und sein Anwendungs-Know-how zu nutzen, um neue Materialien mit einzigartigen Eigenschaften hervorzubringen. Der Fokus liegt dabei auf dem Bau von Funktionsprototypen und den Bereichen der Additiven Fertigung, in denen diese Techniken heute noch nicht realisierbar sind. Henkel ist einer der weltweit führenden Anbieter von Hochleistungsklebstoffen. Lichthärtende Acrylate, Silikone, Epoxidharz- und Polyurethan-Produkte kommen bei kritischen Anwendungen zum Einsatz, beispielsweise in der Medizintechnik und Elektronik sowie bei der Montage von Transportfahrzeugen. Das Unternehmen plant, diese technologische Kompetenz zu nutzen, um neuartige lichthärtende Harze für den Einsatz beim SLA/DLP-Druck anzubieten. Die ersten dieser neuen Materialien kommen 2017 auf den Markt.

Alle Arten von funktionalen Anwendungen

Henkel ist zudem einer der weltweit führenden Anbieter von Schmelzklebstoffen, die für Anwendungen in der Filterherstellung und in der Medizintechnik sowie für den Schutz von elektronischen Baugruppen eingesetzt werden. Diese Produkte kommen bereits für den 3D-Druck von funktionalen Anwendungen zum Einsatz, zum Beispiel für Möbel und Fassadenelemente von Gebäuden. Das Unternehmen arbeitet in diesem Bereich auch an neuartigen Filament- und Pulvermaterialien für die Verarbeitung in SLS- und FDM-Druckverfahren. "Durch unser breites Materialportfolio und unsere große Kundenbasis in unterschiedlichen Industrien verfügen wir über den Zugang und die Möglichkeit, 3D-gedruckte Lösungen für alle Arten von funktionalen Anwendungen umzusetzen”, erklärt Mike Olosky von Henkel. "Wir glauben fest an die Zukunft der Additiven Fertigung. Um ihr volles Potential auszuschöpfen, müssen die richtigen Kundenanwendungen identifiziert und gezielt die richtigen Materialien im Zusammenspiel mit dem richtigen Druckverfahren und der richtigen Software entwickelt werden."

Zur Zeit zeigt Henkel seine Kompetenz im 3D-Druck durch die Partnerschaft mit DUS Architects, einem niederländischen Design- und Architektur-Start-Up, das 2014 das Kanalhaus-Projekt in Amsterdam initiierte. Mit Hilfe eines riesigen 3D-Druckers wird bis 2017 eine Häuserfront samt Innenwänden aus 42 Einzelteilen gedruckt und errichtet. Auch die Fassade eines mobilen Konferenzgebäudes in Amsterdam wurde Anfang dieses Jahres von DUS entworfen. Die einzelnen Elemente wurden mit Henkel Schmelzklebstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe gefertigt und anschließend mit Beton ausgespritzt.

(Redaktion)


 


 

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Additive Fertigung
Adhesive Technologies
Mike Olosky
DUS Architects

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