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Logistik- und Lagerflächenmarkt

Neuer Rekord für Düsseldorf und Umland

Zalando, Asics und Pierburg/Rheinmetall haben etwas gemeinsam: Durch ihre und weitere Vertragsabschlüsse hat der Düsseldorfer Logistik- und Lagerflächenmarkt (inklusive Umland) 2013 mit 395.000 qm einen neuen Rekord aufgestellt.

Die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 2011 (278.000 m²) wurde um stolze 42 % überboten, das Ergebnis des Vorjahres sogar um 69%. Das ergibt der Logistikmarkt-Report 2014, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) Anfang März veröffentlichen wird.

Rekordumsätze in Mönchengladbach und Neuss

Großflächige Vertragsabschlüsse seien der Grund für diese Entwicklung, erklärt Hans-Jürgen Hoffmann, Bereichsleiter Industrial Investment & Services der BNP Paribas Real Estate GmbH: „An erster Stelle zu nennen ist Krefeld, wo der japanische Sportartikelhersteller Asics mit 73.000 m² den größten Einzelabschluss getätigt hat. Aber auch der Logistikdienstleister DSV mit 62.500 m² und Siemens mit 30.000 m² haben Krefeld als neuen Standort gewählt beziehungsweise ausgebaut.“ Darüber hinaus haben Zalando (41.000 m²) in Mönchengladbach sowie Pierburg/ Rheinmetall (25.500 m²) in Neuss dazu beigetragen. Fast alle großen Verträge werden über build-to-suit Lösungen mit Neubauprojekten realisiert.

Viele Abschlüsse über 20.000 m2

Fast zwei Drittel des Flächenumsatzes entfällt auf die Größenklasse über 20.000 m² (2012: 26%). Auf den weiteren Plätzen folgen mit jeweils rund 10 % kleinere Flächen bis 3.000 m² sowie Verträge in Objekten zwischen 5.000 m² und 8.000 m². Alle übrigen Klassen tragen dagegen lediglich in vergleichsweise geringem Umfang zum Ergebnis bei.

Platz 1 geht an Handelsunternehmen

Mit einem Anteil von knapp 42 % belegen Handelsunternehmen unter den Branchengruppen wie bereits im Vorjahr die Führungsposition. Auf den zweiten Platz vorgeschoben haben sich Produktionsunternehmen mit gut 31 %, die im Vorjahr noch Rang drei belegten. Damit bleibt für die traditionell starken Logistikdienstleister 2013 mit 26 % etwas überraschend nur der Bronzeplatz.

Flächen mit modernem Ausstattungsstandard an der Spitze

Gut 90 % des gesamten Flächenumsatzes wurden im Neubau- bzw. Projektentwicklungssegment realisiert. Auch wenn sich der Großteil der Nachfrage seit längerem eindeutig auf hochwertige Objekte richtet, stellt dieses Ergebnis doch eine Besonderheit dar. Auf Lagerflächen mittlerer Qualität entfielen dagegen lediglich 8 % des Resultats und einfach ausgestattete Altobjekte können mit nur knapp 2 % nahezu vernachlässigt werden.

Verfügbares Angebot verknappt sich weiter

Große Flächengesuche können fast nur über Projektentwicklungen umgesetzt werden. Grund ist, dass sich das kurzfristig verfügbare Angebot weiter verknappt. Vor allem im Marktsegment größerer und modern ausgestatteter Bestandsflächen spitzt sich der Engpass weiter zu. Gerade Mieter, die kurzfristig Flächen benötigen, müssen deshalb immer häufiger Abstriche bei der angestrebten Lage oder Objektqualität in Kauf nehmen.

Höchstmiete unverändert

Die Spitzenmiete im Marktgebiet hat sich 2013 nicht verändert und liegt nach wie vor bei 5,10 €/m². Bemerkenswert ist allerdings, dass rund 90 % der auswertbaren Mietverträge für Flächen im höheren Preissegment abgeschlossen wurden. Mit gut 62 % entfiel der Großteil des Umsatzes auf die Preisklasse von 4 bis 4,50 €/m². Mehr als 27 % wurden darüber hinaus in der Spitzenkategorie über 4,50 €/m² abgeschlossen. Tendenziell werden bislang eher Incentives zurückgefahren als Nominalmieten erhöht. Lediglich die Mieten für Altbestände mit ungenügender Qualität stehen unter Druck.

Perspektiven für 2014

„Auch für 2014 zeichnet sich eine im langjährigen Vergleich hohe Nachfrage ab. Vor allem das sich beschleunigende Wirtschaftswachstum dürfte sich positiv auf die Logistikbranche auswirken. Speziell im Bereich E-Commerce wird sich der expansive Trend fortsetzen. Trotz allem erscheint ein Rekordergebnis wie 2013 kaum wiederholbar, da eine solche Ballung von Großabschlüssen nur sehr selten vorkommt. Ein Ergebnis deutlich über dem langjährigen Durchschnitt ist aber sehr realistisch. Bei den Mietpreisen ist überwiegend von einer Stabilisierung auf dem bisherigen Niveau auszugehen“, erklärt Hans-Jürgen Hoffmann.

(Redaktion)


 


 

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