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Make-up artist design show

Die Verwandlung zum Außerirdischen

Acht junge Maskenbildner-Azubis werden am Sonntag, 6. März 2016, um 13.00 Uhr bei der Deutschen Meisterschaft für Maskenbildner in Ausbildung ihr Können zum Thema, das Wesen aus einer anderen Welt, beweisen.

Die Meisterschaft wird anlässlich der make-up artist design show, Fachmesse für Maskenbildner und Visagisten, in der Halle 7 von der Messe Düsseldorf GmbH ausgerichtet. Zum Meisterschaftsthema „Außerirdische“ werden die acht Teilnehmerinnen Bewohner ferner Galaxien zum Leben erwecken und man kann gespannt sein, wen man in Düsseldorf alles treffen wird: kriegerische Klingone, hochentwickelte Androide oder Meister Yodas langohrige Verwandtschaft. Bernd Uwe Staatz, Chefmaskenbildner der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, ist Initiator und fachlicher Leiter der Azubi -Meisterschaft und hat sich mit der Maske „Das Wesen aus einer anderen Welt“ vorab schon einmal auf den Wettbewerb eingestimmt. Dazu hat er zusammen mit dem Maskenbildner Thomas Hilckmann das Modell Lars Sesterhenn Schritt für Schritt in einen Außerirdischen verwandelt. „Die Schwierigkeit der Arbeit bestand darin, die Gestalt des Körpers sehr menschlich und gleichzeitig die Anatomie des Kopfes hyperplastisch wirken zu lassen“, sagt Staatz, der seit Oktober 2005 Chefmaskenbildner an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg ist.

Formbauten, Heißschaumarbeiten und Airbrush-Technik

Um diese Aufgabe realisieren zu können, wurden vorab in acht Werktagen Einzelteile vorgefertigt, die dem Modell in nur 45 Minuten appliziert wurde. Die Einzelteile bestehen aus einem leichten Unterbau um die anatomische Kopfform zu verändern, einer angepassten Vollglatze, die komplett über den Unterbau gezogen wird und somit eine Haut für einen nahtlosen Übergang ergibt, sowie ein drittes Auge als zusätzliches Symbol einer Fremdhaftigkeit. „Es sind viele einzelne Schritte notwendig, um so eine Maske herzustellen. Die Gesamtarbeitszeit beträgt mindestens 3,5 Stunden. Kein Darsteller in der Oper oder dem Theater würde diese Vorbereitungszeit in Kauf nehmen, also arbeiten wir bei der Gestaltung mit vorbereiteten Einzelteilen“, so Staatz. Um Unterbau und Glatze zu fertigen, mussten vom Modell ein Kopfabdruck genommen werden. Neben Formbauten und Heißschaumarbeiten kam Airbrush-Technik zur farblichen Untermalung zum Einsatz. Das Kostüm kommt aus dem Fundus der Deutschen Oper am Rhein.

Auch die Teilnehmer der Deutsche Meisterschaft für Maskenbildner in Ausbildung arbeiten bei dem Wettbewerb mit vorgefertigten Einzelteilen. Bei der Gestaltung müssen mindestens zwei Drittel des Gesichts geschminkt und mindestens ein Gesichtsteil (Prosthetic) und ein Kopfputz oder alternativ eine Perücke verwendet werden. Während der Arbeitszeit bewertet eine internationale Fachjury die Arbeit nach festgelegten Bewertungskriterien. Die Siegerehrung erfolgt am Sonntag, 6. März, um 17 Uhr. Die ersten drei Plätze sind mit Geldpreisen und Pokalen dotiert, alle weiteren Teilnehmer erhalten Sachpreise sowie eine Urkunde.

Die Qualifizierten in alphabetischer Reihenfolge:
Annika Berends (Stadttheater Gießen)
Melissa Döberl (Staatstheater Karlsruhe)
Caroline Gast (Theater Münster)
Anette Kleineick (Saarländisches Staatstheater, Saarbrücken)
Franziska Mayntz (Werkakademie Leipzig)
Angelika Okonska (Hasso von Hugo Mephisto Maskenbildnerschule, Berlin)
Tabea Schapira (Maskenwerkstatt Wartenberg, Gossau/Schweiz)
Jasmin Unckrich (Staatstheater Mainz)

(Redaktion)


 


 

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