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Medica 2016

Stylisch und nützlich: Wearables an Hals und Handgelenk

Wearables sind aus der Welt der Medizin nicht mehr wegzudenken. Diese kleinen nützlichen oder unnützen Helfer beeinflussen bereits das Leben vieler Menschen und sind weiter auf dem Vormarsch.

 Auf der Medica, der weltführenden Medizinmesse, werden ab heute die neuesten Entwicklungen präsentiert.

Viele Firmen von Weltruf und auch StartUps können sich den Verzicht auf dieses teilweise schicke und stylische Hightechprodukt am Handgelenk oder sonst wo nicht mehr leisten. Da wirkt es schon vorsintflutlich, wenn ein renommiertes niederländisches Unternehmen, das bis vor kurzem noch Namensgeber einer Düsseldorfer Veranstaltungshalle war, ein durchaus sinnvolles Produkt für „Senioren“ anbietet, das jedoch im Design – grobgesagt –der Form eines Minikäses und farblich klassischen Stützstrümpfen ähnelt. Und dies, obwohl dieses „HomeSafe-System“ am Handgelenk oder um den Hals getragen werden kann und Menschen vor „Stürzen“ bewahren könnte.

Da präsentiert sich das amerikanische Unternehmen „empatica“ schon stylischer. Ihr Wearable sieht schick aus und besitzt echte Marktchancen. Der Grund: es ist eine Stressmesser. Aus den gesammelten Werten des Users wird ein Profil erstellt, dass ihn informiert, wenn der Blutdruck Übergebühr steigt. Das funktioniert unter anderem über Hautoberflächenmessung und den Puls.

Dieses Armband kostet derzeit noch 200 US-Dollar, wird auf dem deutschen Markt wohl im Preis sinken. Allerdings – und auch das ist ein eindeutiger Trend – werden monatliche Gebühren für die Speicherung und Auswertung erhoben. In diesem Fall bis zu 30 Euro. Dass derzeit der Server für die europäischen Daten in Irland (!) steht, sei nur am Rande erwähnt.

Auch das flexible Wearable in Form eines Pflasters für Asthmatiker, das überall am Körper getragen werden kann, der Firma ADAMM schlägt in die gleiche Scharte. Zu dem Anschaffungspreis von derzeit 400 US-Dollar gesellt sich eine monatliche Gebühr von 9,90 Euro. Dafür wird der Husten und die Atmung überwacht sowie Temperatur und Herzfrequenz analysiert.

Piepton und Vibration gegens Schnarchen

Hoffnung auf Frieden in bundesdeutschen Schlafzimmern verspricht die Firma Beurer mit einem Ohr-Clip, der das Schnarchen stoppen soll. Der „Schnarchstopper SL 70“ erkennt durch Körperschall und Geräusche das Schnarchen und löst für einen Preis von 150 Euro einen dezenten Piepton und einen Vibrationsimpuls aus.

Das medizinische Wearable wird in der Medizin – dort wo es sinnvoll ist – verstärkt zum Einsatz kommen. Darüberhinaus darf die Apparatemedizin und der Einsatz von Robotern in Kliniken nicht unbeachtet bleiben. Das Lübecker Unternehmen LMU Medical Systems präsentiert einen Spezial-Brutkasten für die schonende MRT-Untersuchung von Frühchen, die dadurch nicht mehr umgebettet werden müssen. Ein Roboterarm soll zukünftig das Setzen von Interventionsnadeln bei einer Biopsie optimieren und zeitlich verkürzen.

Die Medica 2016 beginnt heute und endet am Donnerstag, 17. November.

(Manfred Fammler)


 


 

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