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Medica 2018

Medizintechnik-Messe wird zum Hotspot für Start-ups

Auch die Medizintechnik-Hersteller profitieren von der Digitalisierung in der Medizin. So rechneten die im Branchenverband SPECTARIS organisierten Unternehmen für das vergangene und das aktuelle Jahr mit einem Wachstum von jeweils fünf Prozent. Eine Haupttriebfeder sieht der Verband in der Digitalisierung. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich auch die mit mehr als 5.000 Ausstellern aus rund 70 Nationen weltführende Medizinmesse Medica in Düsseldorf immer mehr zum Hotspot für innovative junge Unternehmen.

Der Trend der Digitalisierung in der Medizintechnik kann auch international beobachtet werden. Davon profitieren nicht nur große Unternehmen, sondern weltweit auch Start-ups. Das wird sich auch auf der Medica 2018 zeigen, die vom 12. bis zum 15. November in Düsseldorf stattfindet. Täglich werden sich auf der Messe neue Start-ups unter dem Motto `Medica Disrupt´ im Rahmen des Medica Connected Healthcare Forum und der Medica App Competition präsentieren. Insgesamt werden mehr als 50 Start-ups die Bühne betreten und Lösungen für die Behandlung von Hautkrebs, von chronischen Krankheiten an Herz und Lunge, für das Telemonitoring bis hin zum Tracking von Vitalparametern und Aktivität vorstellen.

Hautkrebs früh erkennen

So wird beispielsweise das Start-up Magnosco aus Berlin seine Methode zur Hautkrebsfrüherkennung mittels Laser zeigen. Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung. Allein in Deutschland erkranken mehr als 200.000 Personen jedes Jahr neu daran. Das zugrundeliegende Verfahren von Magnosco verwendet einen neuartigen Ansatz zur Früherkennung. Melanin wird bei dieser patentierten Technologie mit Laser zum Leuchten angeregt. Diese Fluoreszenz wird aufgezeichnet. Krebszellen leuchten unter diesen Bedingungen etwas anders als gesunde Zellen. Diese Unterschiede erkennt ein Algorithmus, der die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung des Gewebes errechnet.

Sicherheit für den Nachwuchs

Einige der Start-ups greifen einen länderübergreifenden Trend auf, der auch an Deutschland nicht vorbeigeht: Eltern von chronisch erkrankten Kindern bekommen dank moderner Technologien mehr Sicherheit. Das `smart cot´ ist ein digitalisiertes Gitterbett der Londoner Firma Nachshon. Es bietet nicht nur eine eingebaute Kamera, mit der Eltern das Baby beobachten können. In die Matratze des Bettes sind auch Sensoren eingebaut, die das Gewicht des Kindes und dessen Körpertemperatur messen. Das Bett gibt Alarm, wenn der Atem für 15 Sekunden aussetzt. Die Erfassung der Sauerstoffkonzentration im Blut hilft die Gesundheit des Babys zu überwachen. Eine Bilderkennung ermöglicht es, zu sehen wie es dem Baby gerade geht, und die Entwicklung und die Fortschritte des Babys zu verfolgen.

Wie gut ist die Lunge wirklich?

Sogar das klassische Stethoskop wird digital und vernetzt und auch für Eltern nutzbar. `StethoMe´ ist ein schnurloses Stethoskop, mit dem selbst Laien Lunge und Herz ihrer Kinder untersuchen können. Die Sieger des `IOT/WT Innovation World Cup 2018´ in der Kategorie "Healthcare" wollen so Eltern ermöglichen, den Zustand der Atemwege ihrer Kinder an jedem Ort und zu jeder Zeit überprüfen und die Daten mit medizinischen Experten austauschen zu können. Dies kann bei Kindern mit chronischen Lungenerkrankungen häufige Fahrten und Klinik-Aufenthalte vermeiden. Die notwendigen Algorithmen werden mit künstlicher Intelligenz optimiert, was die Auskultationsdiagnostik deutlich verbessern und objektivieren soll. Dazu wird eine große Datenbank von Auskultationsgeräuschen, die von Spezialisten charakterisiert wurden, ausgewertet. Ziel ist die qualitative Verbesserung der Diagnostik und der Therapieüberwachung bei chronischen Krankheiten wie Asthma.

Alle Informationen zur Medica 2018 und den Veranstaltungen auf der Messe gibt es hier.

(Redaktion)


 


 

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