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Müffel-Sensor schickt Signale an die Windel-App

Säuglinge, so sagt die Wissenschaft, erkennen ihre Eltern am Geruch. Ob es umgekehrt gilt, darüber schweigen die Experten.

Was Eltern aber am Geruch erkennen können, ist eine gut gefüllte Winkel. Bringt die Medica nun die Zeitenwende, wird die Nase demnächst auf dieses olfaktorische Erlebnis verzichten müssen? Dazu wird ein Sensor, der in die Hose geht, auf der Medica vorgestellt, die heute in Düsseldorf beginnt.

Wenn sich alljährlich rund 5.000 Aussteller aus Nah und Fern auf der weltweiten Leitmesse für Medizin  treffen, um Innovationen zu präsentieren, so haben sie Sinniges und häufig auch Unsinniges im Gepäck.

Wozu der eben erwähnte „Opro 9“-Sensor gehört? Dieser sendet Feuchtigkeits- und Temperaturwerte an eine App und kann in handelsüblichen Kinder- und Erwachsenewindeln eingesetzt werden. Der wiederverwertbare Sensor kostet 50 Euro. Wer soll dabei die Nase rümpfen?

Dabei ist das Windelnwechseln bestimmt nicht das einzig Stressige in der Sprößlingerziehung. Häufig finden Eltern, auch diejenigen, die ihren Kindern keinen Freizeitstress aufbürden, kaum Atempausen. An dieser Stelle setzt ein originelles Gerät der Firma Beurer an. „Stress releaZer“ (was für ein Denglisch) heißt die Entspannungshilfe, die denkbar einfach funktioniert.

Das Produkt wird im Bereich des Zwerchfells positioniert und soll durch leichtes vibrieren die Atemzüge rhythmisieren. Anscheinend hat einer der Ingenieure eine Katze zu Hause, denn irgendwie erinnern die Geräusche an das Schnurren eines Stubentigers. Der Effekt soll ebenso sein. Diese „Entspannungshilfe“ für 130 Euro hilft freilich auch anderen Stressleidtragenden in Beruf und Freizeit.

Innovatives und zukunftsträchtiges – wenn´s denn wirklich funktioniert – zeigt die taiwanesische Firma AmCad BioMed. Sie stellt auf der Messe ein neuartiges Verfahren vor, dass innerhalb von zehn Minuten an einem wachen Patienten feststellen kann, ob eine obstruktive Schlafapnoe vorliegt, statt, wie bisher, durch zeitintensive nächtliche Überwachung.

Was macht die Autoindustrie, wenn die Roboter arbeitslos werden, gerade die von der Dieselstraße? Nun, sie finden eine neue Anwendung in der Medizin. Siemens zum Beispiel zeigt, wie die präzisen Geräte mit Feinmotorik ein zweite Verwendung finden. Nämlich in der Robotik der Chirurgie – Skandal- und Abgas-frei versteht sich.

Rund 5.000 Aussteller aus 70 Nationen stellen bis Donnerstag auf der Fachmesse Medica Produkte aus, die uns das Leben erleichtern sollen. Parallel dazu läuft die Compamed mit rund 800 Ausstellern.

(Manfred Fammler)


 


 

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