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Medica und Compamed 2018

Video: „Digitalisierung der Medizinbranche ist ein Muss“

Mit rund 120.000 Fachbesuchern aus 155 Nationen sowie insgesamt etwa 6.000 Ausstellern konnten die weltgrößte Medizinmesse Medica und die international führende Zuliefererfachmesse Compamed in Düsseldorf ihre Bestmarken anknüpfen. Die Digitalisierung der gesamten Branche stand dabei im Mittelpunkt.

Die digitale Transformation ist einer der maßgeblichsten Trends in der Medizinbranche. Dabei hat Deutschland dringender Aufhol- und Handlungsbedarf im Sinne gemeinsamer Kraftanstrengungen aller maßgeblichen Player der Gesundheitsversorgung. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Rahmen der Medica 2018 vorgestellte Studie, die die Messe Düsseldorf und der Industrieverband Spectaris haben durchführen lassen. Demnach investieren nicht einmal ein Drittel der Medizintechnik-Anbieter und der Krankenhäuser mehr als 2,5 Prozent ihres Umsatzes in Digitalisierungsprojekte. Zwei Drittel der Befragten schätzen den Digitalisierungsgrad der deutschen Gesundheitswirtschaft als eher gering ein und nahezu alle wünschen sich mehr Engagement von der Politik diesbezüglich.

Dabei birgt die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft zumindest laut der Studie „Gesundheit 4.0: Warum Deutschland Leitmarkt für die digitale Gesundheitswirtschaft werden muss und was jetzt zu tun ist“ enormes Potenzial und viele Chancen. Durch innovative Anwendungen und Produkte unter anderem in den Bereichen Vernetzung, Sensorik, Big Data, Künstliche Intelligenz oder auch in Bezug auf die elektronische Gesundheitskarte sowie effizientere Unternehmens- und Klinik-Prozesse könnten allein bei den deutschen Medizintechnikherstellern bis zu 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Laut Prognose werden die Medizintechnikunternehmen im Jahr 2028 allein mit digitalen Produkten und Dienstleistungen einen Umsatz von 15 Milliarden Euro erzielen, aktuell sind es noch 3,3 Milliarden Euro. „Das entspricht einem jährlichen Umsatzplus von 16 Prozent in diesem Segment“, erklärt Spectaris-Geschäftsführer Jörg Mayer. „Sollte es zu diesem Anstieg kommen, wird 2028 fast ein Drittel der Umsätze durch digitale Produkte erwirtschaftet. Kein Zweifel: Hier liegt die Zukunft, denn Medizinprodukte und Services ohne digitale Komponenten dürften künftig eher die Ausnahme als die Regel sein.“

(Redaktion / Video: Mhoch4)


 


 

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