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Keine Kooperation mit Köln

Messe Düsseldorf erwartet Marktbereinigung

Die deutsche Messelandschaft steht nach Einschätzung der Messegesellschaft Düsseldorf in den nächsten Jahren vor einer Markbereinigung. Bundesweit werde immer mehr Messefläche bereitgestellt, für die es keinen Bedarf gebe und die nur durch Subventionen existieren könne, sagte Düsseldorfs Oberbürgermeister und Messe-Aufsichtsratschef Joachim Erwin (CDU) am Dienstag.

«Es wollen sich viele mit Messen schmücken», sagte Erwin. Doch dürfe die «knappe Ressource Steuermittel» nicht eingesetzt werden, nur um bestimmte Kommunen mit einem Messeunternehmen auszustatten. Nach Angaben der Düsseldorfer Messe sind von den 70 deutschen Messegesellschaften Düsseldorf, Nürnberg und Frankfurt am Main die einzigen, die ohne Zuschüsse auskommen. Düsseldorf werde sich auch künftig mit Millioneninvestitionen fit für die nächsten Dekaden machen.

Die Messe Düsseldorf stehe «richtig gut da» und sei eine der führenden Messgesellschaften der Welt, sagte Erwin. Vor diesem Hintergrund gebe es auch keine Pläne für eine Kooperation mit der benachbarten Kölner Messe. «Es gibt keine Synergien zwischen Düsseldorf und Köln», erteilte Erwin Spekulationen über eine Zusammenarbeit eine Absage. Beide Messen seien «an ihren jeweiligen Standorten» gewachsen.

Die Messe Düsseldorf kehrte in ihrem 60. Geschäftsjahr 2007 nach dem vorangegangenen Minus-Jahr wieder in die Gewinnzone zurück mit einem Betriebsergebnis von 9,1 (2006: Verlust 7,4) Millionen Euro. Der Umsatz stieg um rund 14 Prozent auf 354 Millionen Euro. Durch den Verkauf von zwei Immobilien erwirtschafte die Messe nach Steuern einen Gewinn von 33,1 Millionen Euro.

Im Vorjahr kamen zu den insgesamt 34 (2006: 37) Veranstaltungen 1,4 Millionen Besucher - 3,9 Prozent mehr als 2006. Von den Besuchern reisten 29 (2006: 25) Prozent aus dem Ausland an. Die Zahl der Aussteller legte um 7,3 Prozent auf 27.704 zu. 2008 werden zu ebenfalls 34 Messen und Gastveranstaltungen 1,3 Millionen Besucher erwartet. Mit der bereits gelaufenen interpack und der anstehenden Druck-Fachmesse Drupa stehen zwei Welt-Leitmessen dieser beiden Branchen auf dem Programm.

Zufrieden ist das Messe-Management auch mit dem Auslandsgeschäft der Gesellschaft. So wurden im Vorjahr erneut rund 40 Prozent des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet - der überwiegende Teil davon bei den Konzerntöchtern in der Tschechischen Republik (Prag), Russland (Moskau) und China (Peking). Auch in Zukunft werde Düsseldorf sein Messeprogramm fortentwickeln und sein internationales Geschäft durch eigene Aktivitäten oder Kooperationen erweitern, hieß es.

(Redaktion)


 


 

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