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Metall und Elektro NRW

Jedes vierte Unternehmen will weniger Lehrlinge einstellen

Laut der Herbst-Schnellumfrage des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie NRW (METALL NRW), werden die lokalen Unternehmen weiterhin auf hohem Niveau ausbilden. Befragt wurden 165 M+E-Firmen in NRW, davon bieten 85 Prozent der tarifgebundenen Unternehmen Ausbildungsplätze an.

Im kommenden Jahr wird jedoch die Zahl der Unternehmen überwiegen, die weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen wollen. Während knapp 17 Prozent der Unternehmen das Ausbildungsplatzangebot erhöhen, werden etwa 26 Prozent der Betriebe weniger Lehrstellen anbieten als noch im Jahr 2013. Der Hauptgeschäftsführer des Essener Unternehmerverbandes (EUV), Ulrich Kanders, erklärte, als wichtigsten Grund für die Zurückhaltung hätten diese Unternehmen die geänderte tarifliche Übernahmeregelung als Ergebnis der Tarifrunde 2012 angegeben.

Überbedarfausbildung nur ohne Übernahmeverpflichtung

Auf die Frage, inwieweit sich die tarifliche Verpflichtung zur grundsätzlichen unbefristeten Übernahme auf das Ausbildungsverhalten ausgewirkt habe, hätten fast 37 Prozent geantwortet, eine Überbedarfausbildung erfolge nur noch dann, wenn der Betriebsrat dem Wegfall einer Übernahmeverpflichtung für die Überbedarf-Ausgebildeten zustimme. Deutlich mehr als ein Viertel der Betriebe würden nun sogar grundsätzlich eine Ausbildung über Bedarf ablehnen. Die Arbeitgeber hätten die IG Metall in der Tarifrunde 2012 nachdrücklich vor den negativen Folgen einer tariflich festgelegten Übernahmeverpflichtung für die Ausbildung über Bedarf gewarnt. Kanders freue sich jedoch, dass sich ungeachtet der tariflich veränderten Rahmenbedingungen an der grundsätzlichen Ausbildungsbereitschaft der Betriebe nichts geändert habe.

Ausbildungsreife fehlt

Nach Angaben des EUV bleibt die anhaltend unzureichende Ausbildungsreife vieler Bewerber ein großes Manko. Eine von fünf Firmen habe gemeldet, nicht alle ausgeschriebenen Ausbildungsplätze besetzen zu können. Als Grund hätten die Unternehmen angegeben, fast die Hälfte der zurückgewiesenen Bewerber für einen gewerblich-technischen und mehr als 80 Prozent der abgelehnten Bewerber für einen kaufmännischen Ausbildungsberuf hätten es an Eignung und Qualifikation fehlen lassen. Nach Auffassung des Verbandes seien die Unternehmen überfordert, wenn sie auch noch als Reparaturbetrieb für fehlende schulische Qualifikation herhalten müssten.

(Redaktion)


 


 

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