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Metro-Konzern

Arme Tochter real mit Millionen-Mitgift auf dem Markt?

Der deutsche Handelskonzern Metro mit Hauptsitz Düsseldorf will seine Tochter real an den Einkaufsverbund Markant unter Umständen verschenken.

Grund dafür sind Probleme beim Verkaufsprozess der seit Jahren defizitären Supermarktkette. Metro ist zurzeit in Verhandlungen mit den beiden Immobilieninvestoren x+bricks und der Redos-Gruppe. Beide würden real mit all seinen Immobilien übernehmen.

Jedoch verhandelt Metro laut "Handelsblatt" parallel dazu mit Markant darüber, nur den Betrieb ohne Immobilien abzugeben. Herfür sei Metro sogar bereit, Geld draufzulegen. Der Kaufpreis für den real-Betrieb liege zwar bei etwa 99 Mio. Euro, allerdings würde Metro vor dem Verkauf Kapital in Höhe von 300 Mio. Euro in das Geschäft einbringen. Dadurch soll der Liquiditätsbedarf für mindestens drei Jahre abgedeckt werden.

Zerschlagung verhindern

Weder x+bricks noch Redos sind bereit, den Betrieb von real weiter zu betreiben. Nur Markant hat unter den möglichen Käufern ein Interesse daran, den Betrieb von real als Ganzes zu erhalten. Mit dem Markant-Deal will Metro-CEO Olaf Koch die Zerschlagung von real verhindern: "Ich werde alles versuchen, die Fortsetzung von real sicherzustellen, und dazu werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen. Wir wollen unter Bewertung aller Parameter die bestmögliche Lösung erzielen."

Metro plant den Verkauf von real, um sich auf das Großkundengeschäft zu konzentrieren. Zu diesem Zweck hat der Konzern schon 2015 Galeria Kaufhof an die kanadische Hudson's Bay Company verkauft. Im vergangenen Jahr spaltete er die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn ab, die heute unter dem Namen Ceconomy laufen.

(pressetext.com)


 


 

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