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TOP 100

Mit Innovation aus der Krise

Aufgrund der aktuellen Finanzkrise könnten stürmische Zeiten auf die deutsche Wirtschaft zukommen. Mittelständische Unternehmen, die ihrem Innovationsmanagement breiten Raum geben, so wie es die TOP 100-Unternehmen tun, können dieser Krise allerdings entspannter entgegen blicken als der Wettbewerb – haben sie doch eine probate Strategie, um dem schweren Seegang zu trotzen.

„Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Anspannung und düsterer Stimmung ist es wichtig, sich auf den Kern unternehmerischen Handelns zu besinnen: das Erkennen und Nutzen neuer Marktchancen. Wer Innovation als unnötigen Luxus abtut, handelt wie ein Bauer, der angesichts einer schlechten Ernte das Säen einstellt.

Es gibt eine Reihe von Ursachen, weshalb Innovationen von zahlreichen Unternehmen nicht als das betrachtet werden, was sie sind – als Investitionen in die Zukunft.
Hauschildt nennt als wesentliche Gründe für diese Fehlinterpretation Abgrenzungsprobleme (wo beginnt die Innovation?), Risikoerwägung (wie kann man ein Scheitern rechtfertigen? Bis zu 90 % der Innovationsprojekte haben schließlich nicht den erhofften Erfolg!), Prognoseprobleme (wie kann man den Erfolg von etwas so Ungewissem vorhersagen?) und Zurechnungsschwierigkeiten  (welche Zahlungsströme sind der Innovation zuzurechnen?). Bei „normalen“ Investitionen – etwa der Anschaffung einer Maschine – treten diese unangenehmen Probleme nicht oder jedenfalls in deutlich geringerem Ausmaß auf. Entsprechend wird die Innovation oftmals nicht positiv als Investition, sondern negativ als Kostenblock betrachtet – als „Luxusgut“, das man sich leisten kann oder auch nicht. Hier geht es um mehr als einen semantischen Unterschied.

Innovation als Luxusgut?

Zu erkennen ist diese Haltung beispielsweise an einer festen Kopplung des Innovationsbudgets an den Umsatz oder den Gewinn. Zahlreiche Unternehmen setzen sich als strategisches Ziel, jedes Jahr zum Beispiel 10 % des Gewinns für die Entwicklung von Innovationen auszugeben. Das klingt zunächst gut – was aber, wenn man ein schlechtes Jahr hat: Will man fortan Investitionen in die Zukunft unterlassen? Verspricht das wirklich eine Besserung? Droht nicht eher eine Verschlimmerung?

Großunternehmen sind gefährdet

Das Betrachten einer Innovation als Luxusgut führt zu Verschwendung in guten und zu übermäßigem Sparen in schlechten Zeiten. Der Managementguru Peter F. Drucker geißelt diese Haltung mit der folgenden Aussage: „Business has only two basic functions: marketing and innovation. Marketing and innovation produce results. All the rest are costs.“  Vor allem Großunternehmen sind gefährdet. Sie stehen oftmals unter kurzfristigem Erfolgsdruck, welcher leicht zu einem ebensolchen Denken und einer Fixierung auf Kostenreduzierung führt. Der Mittelstand hat in dieser Hinsicht oftmals eine günstigere Ausgangslage. Durch die aktive Rolle des Unternehmers und die Freiheit vom Zwang des Quartalsberichts ist es möglich, eine langfristige Perspektive zu entwickeln. Mittelständler können die Krise als Chance zur Innovation betrachten, denn in Krisenzeiten ist es leichter, sich zu profilieren als im allgemeinen Boom. Selbst die Kosten der Investition sind dann oftmals niedriger.“

Mittelständler können die Krise also als Chance zur Innovation begreifen. TOP 100 analysiert, welche mittelständischen Unternehmen die aktuellen Herausforderungen und die Gestaltung der Zukunft am kraftvollsten angehen: Weitere Infos: www.top100.de/top100.asp

Fachbeitrag von Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien, wissenschaftlicher Leiter von TOP 100.

(Redaktion)


 


 

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