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Smartphones und Co. halten Kinder vom Schlafen ab

Sprösslinge brauchen klare Regeln für einen sinnvollen Handy-Gebrauch, denn sonst wird die Zeit zum Schlafen durch die Nutzung mobiler Endgeräte deutlich verkürzt.

Heranwachsende, die Smartphones, Handy oder iPod Touch im Schlafzimmer liegen haben, schlafen um 21 Minuten kürzer als ihre Altersgenossen. Im Vergleich dazu schneidet der Fernseher im Kinderzimmer etwas besser ab: Kinder mit TV-Gerät im Zimmer bekamen nur 18 Minuten weniger Schlaf als jene in technikfreien Schlafzimmern. Dies hat die Forschungsarbeit von Jennifer Falbe von der University of California, Berkeley, hervorgebracht. "Eltern müssen klare Regeln aufstellen, wenn sie ihrem Kind ein Smartphone geben", erklärt Sandra Velásquez, Gesundheitspsychologin. "Schon bei der Anschaffung sollten die Eltern überlegen, was das Telefon überhaupt alles können muss, ob das Kind gut damit umgehen kann oder durch das Handy mehr Stress bekommt."

Einschlafen neben dem Handy

54 Prozent der über 2.000 befragten Schüler gaben an, in der Nähe von ihrem Smartphone zu schlafen. "Diese Geräte sind besonders besorgniserregend, da sie eine Tür zu sozialen Netzwerken, Videos und anderen Ablenkungen darstellen und Benachrichtigungen aussenden, die den Schlaf unterbrechen können", warnt Studienautorin Falbe. "Manche Kinder können früh Verantwortung übernehmen, andere sind sehr impulsiv im Umgang mit Smartphones. Spätestens wenn das Kind sich nicht auf die Schule konzentrieren kann, weil es zu wenig Schlaf bekommt und die Eltern merken, dass das Handy in der Nacht benutzt wird, müssen Regeln durchgesetzt werden: Dass das Handy ausgeschaltet bleibt, in eine Schachtel kommt oder bei den Eltern vor dem Schlafengehen abgegeben werden muss", betont Velásquez.Erwachsene sollen dabei auch mit gutem Beispiel vorangehen: "So wie die Eltern mit Medien umgehen, werden die Kinder es wahrscheinlich auch tun. Erziehung ist damit auch eine Übung in Selbsterkenntnis."

Die Frage, warum der Fernseher im Schlafzimmer weniger gefährlich ist als das Smartphone, löst Catherine Steiner-Adair auf: "Wir haben nicht dieselbe emotionale Bindung zum Fernseher oder dieselben Erwartungen. Wir checken auf unserem Fernseher keine E-Mails oder Instagram-Postings. Wenn wir fernsehen, ist die Intensität der emotionalen Antwort ganz anders."

(Redaktion)


 


 

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