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Neues GmbH-Recht ein großer Wurf

„Mit dem neuen GmbH-Recht ist dem Gesetzgeber ein großer Wurf gelungen – wenn auch mit langem Anlauf. Die GmbH wird eine schlanke, moderne Rechtsform für den Mittelstand“, so IHK-Rechtsexperte Günter Friedel zur Entscheidung des Deutschen Bundestages, mit der die GmbH-Reform auf den Weg gebracht wurde. „Stimmt der Bundesrat im September dem Gesetz zu, steht Existenzgründern ein neuer, unkomplizierter Weg in die Kapitalgesellschaft zur Verfügung“, so Friedel weiter.

Die wichtigsten Eckpunkte der GmbH-Reform:

  • Es wird eine „ Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ geben. Diese Kapitalgesellschaft ohne Mindestkapital wird der ideale Einstieg für Existenzgründer sein.
  • Wer die Unternehmergesellschaft gründen will, wird vom Notar keinen umfangreichen, individuell gestalteten Gesellschaftsvertrag mehr brauchen. Es wird ein weitgehend standardisiertes, notarielles Gründungsprotokoll mit zentralen Inhalten der Satzung, wie Firma, Unternehmensgegenstand und Höhe des Kapitals, genügen. Das gleiche wird für eine GmbH mit drei oder weniger Gesellschaftern gelten.
  • Das Gründungsprotokoll wird künftig per Mausklick an das Handelsregister übermittelt. So wird es möglich sein, eine Gesellschaft innerhalb weniger Tage oder sogar weniger Stunden ins Leben zu rufen.
  • Wer sich statt der „Einstiegsvariante“ der haftungsbe-schränkten Unternehmergesellschaft für die Rechtsform der GmbH entscheidet, wird nach wie vor 25.000 Euro Mindestkapital nachweisen müssen. Der Vorteil: So wird auch künftig der Gläubigerschutz sichergestellt.
  • Eine GmbH wird ab Herbst auch für Geschäftspartner besser erreichbar. Denn – anders als bisher – muss die Geschäftsanschrift im Handelsregister eingetragen werden und auch online abrufbar sein.



„Mit der GmbH-Novelle bekommt die deutsche GmbH neuen Schwung und könnte wieder zum Exportmodell in Europa wer-den – sowohl für viele mittelständische Unternehmen als auch für Existenzgründer und Dienstleistungsunternehmen, die eine Haftungsbeschränkung suchen, aber keinen großen Kapitalbe-darf haben. Damit wird es ab Herbst eine ernstzunehmende Alternative zur britischen Limited geben“, so Friedel.

(Redaktion)


 


 

IHK-Rechtsexperte Günter Friedel
IHK; GmbH Recht

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