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Dehoga und NGG sprechen sich gegen weitere Rauchverbote aus

Die Gastronomiebranche in Nordrhein-Westfalen lehnt ein Rauchverbot in Eisdielen und Bäckereien ab.

Sowohl der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga als auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wiesen den Vorstoß von Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) zurück, die ein Rauchverbot in Eisdielen, Bäckereien und Einkaufszentren plant. Die Ministerin will auch «Raucherclubs» verbieten, wenn Kinder unter den Gästen seien.

Davon hält der Geschäftsführer der Dehoga Nordrhein, Rainer Spenke, nach eigenen Angaben «gar nichts». «Es liegt in der Verantwortung der Eltern, ob sie ihre Kinder in Gaststätten mitnehmen, wo geraucht wird», sagte Spenke in Neuss der Nachrichtenagentur ddp.

Er verwies darauf, dass in Bäckereien nur vereinzelt geraucht werde. Wenn es den Kunden nicht passe, könnten sie beim nächsten Mal ihre Brötchen auch woanders kaufen. Er selbst habe Brötchen schon einmal wegwerfen müssen, weil sie stark nach Nikotin gerochen hätten.

Dennoch befürwortet Spenke den derzeitigen Nichtraucherschutz in NRW. «Mit der Regelung sind wir sehr zufrieden», sagte er.

Auch die Branchen-Gewerkschaft NGG befürwortet die derzeitige Regelung. «Nach meinem Kenntnisstand klappt das in NRW ganz ordentlich», sagte der Landesbezirksvorsitzende der NGG in NRW, Thomas Gauger. «Ein bisschen mehr Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme sind besser als Verbote.»

Seit Juli 2008 gilt für die Gastronomie in NRW ein Rauchverbot mit zahlreichen Ausnahmen. So darf in Gaststätten bis 75 Quadratmeter ohne zubereitetes Speiseangebot geraucht werden. Spezielle «Raucherclubs» sind ebenfalls erlaubt.

(ddp)


 


 

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