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Niederlande

Wirtschaftliche Abschwächung in 2013

Nach dem verhaltenen Start ins Jahr 2013 bleiben die Aussichten für die niederländische Wirtschaft im zweiten Quartal zurückhaltend. Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) erwartet für das Gesamtjahr nach wie vor einen Rückgang der Wirtschaft in Höhe von 0,5 Prozent.

Bestätigt wird die Prognose von den schwachen Zahlen des letzten Quartals 2012. Diese wurden vom niederländischen Statistikamt (CBS) nachträglich auf -0,4 Prozent korrigiert. Zunächst hatte das CBS einen Rückgang von -0,2 Prozent angegeben. „Die Niederlande haben die Krise noch nicht überwunden“, konstatiert Axel Gerberding, Geschäftsführer der DNHK. „Die Unsicherheit am Immo- bilienmarkt stellt einen zusätzlichen Risikofaktor dar, dessen Auswirkungen kaum abzuschätzen sind.“ Zudem dämpfe der Sparkurs des niederländischen Kabinetts das Wachstum. Finanzminister Jeroen Dijsselbloem kündigte soeben weitere Einsparungen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro für 2014 an. „Insgesamt ist das politische Klima wenig investitionsfreudig“, analysiert Gerberding. Er erhoffe sich Impulse nicht zuletzt durch eine stärkere Förderung der Industrie, der Exporte sowie der Zusammenarbeit mit dem wichtigsten Handelspartner Deutschland.

Sinkende Kaufkraft

Die Schwäche der niederländischen Wirtschaft basiere vor allem auf dem zurückhaltenden Konsum. Für 2013 geht die Handelskammer auf Basis aktueller Zahlen des niederländischen Planungsamtes (CPB) von einem weiteren Rückgang des privaten Konsums um 1,5 Prozent aus. Ursache sei insbesondere die sinkende Kaufkraft. So gehe das verfügbare Einkommen der Niederländer 2013 um durchschnittlich 3,2 Prozent zurück – der größte Einschnitt seit 20 Jahren.

Trotz der Sparmaßnahmen der Regierung sei für 2013 und 2014 davon auszugehen, dass die EU-Vorschriften zur Neuverschuldung verfehlt werden. In diesem Jahr wird das Haushaltsdefizit voraussichtlich bei 3,3 Prozent liegen. „Damit bleibt die Lage auf längere Sicht angespannt, auch wenn wir ab Mitte des Jahres eine gewisse Erholung erwarten“, so Gerberding.

In ihrer Niederlande-Prognose für das zweite Quartal, die die DNHK gemeinsam mit Germany Trade and Invest (GTAI) erstellt hat, sieht die Handelskammer dennoch Sektoren, die deutschen Investoren Chancen bieten. So gebe es zahlreiche Projekte auf dem Gebiet nachhaltigen Bauens und der Geothermie. Altersgerechtes Wohnen entwickele sich zum Wachstumsmarkt. Zudem starte im zweiten Halbjahr ein Markterschließungsprogramm für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer auf dem Gebiet der niederländischen die Gas- und Ölbranche.

(DNHK)


 


 

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