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Was Markennamen 2020 leisten sollen

Technologie, Nachhaltigkeit, Minimalismus und Nostalgie – diese Themen beschäftigen Markenmacher derzeit besonders.

Sybille Kircher von der Düsseldorfer Namensagentur Nomen International Deutschland GmbH erklärt, wie diese Markentrends die Namensentwicklung beeinflussen.

In Kürze:

  • Der Buchstabe X ist in technisch ausgerichteten Markennamen beliebt, da er für Vernetzung steht.
  • Guter Klang und leichte Aussprechbarkeit werden wichtiger angesichts zunehmender verbaler Interaktion.
  • Nachhaltig positionierte Markennamen heben häufig Werte und Ziele hervor oder haben Appell-Charakter.
  • Markennamen sollen möglichst kurz, einfach und allgemein verständlich sein – dies geht jedoch zu Lasten der Differenzierung im Markt.

Immer mehr Technologie-Marken bieten Lösungen auf der Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen (ML) an. Diese Produkte und Services werden die Arbeitsproduktivität in Zukunft steigern und damit auch das Wirtschaftswachstum der Industrieländer. Die Aufbruchstimmung kommt aktuell in futuristisch klingenden Markennamen zum Ausdruck. Ein klarer Trend besteht in der überdurchschnittlichen Verwendung des Buchstabens X als Symbol für Vernetzung.

Neben der Abgrenzung im Wettbewerbsumfeld besteht eine weitere Herausforderung darin, Markennamen zu finden, die gut klingen und leicht aussprechbar sind. Denn viele Produkte interagieren heute auch verbal mit ihren Nutzern. Namen müssen dabei zumeist für einen weltweiten Einsatz konzipiert werden – sprachlich und markenrechtlich eine echte Herkulesaufgabe. 

Der Siegeszug des grünen Konsums geht weiter. Immer mehr neue Marken verschreiben sich fairen Produktionsbedingungen und einem achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Und Verbraucher sind bereit, mehr für umweltfreundliche Produkte auszugeben. Auch die entsprechenden Markennamen fokussieren sich auf Nachhaltigkeit: Sie transportieren Werte und Ziele oder haben Appellcharakter, wie zum Beispiel Innocent, Share, Honest, Wiederbelebt oder Stop the water while using me. 

Der neue Minimalismus spiegelt sich derzeit visuell in reduzierten Logos wider, da diese sich digital besser nutzen lassen. Daher geht der Trend weg von überflüssigen Darstellungen wie Linien, Schnörkeln, Schmuckelementen und dreidimensionaler Tiefe. 

Das Gleiche gilt für Markennamen. Sie werden zunehmend auf das Wesentliche reduziert und sollen möglichst kurz, einfach und leicht verständlich sein. 

Nomen-Fazit: Einfache, leicht verständliche Markennamen für eine komplizierte Welt – dieser Wunsch ist nachvollziehbar, aber praktisch meist nicht umsetzbar. 

(Redaktion)


 


 

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