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Außenwirtschaftsbericht 2007

NRW-Außenhandel weiterhin auf Erfolgskurs

Auch im Jahr 2007 zählte der Außenhandel zu den Treibern der nordrhein-westfälischen Konjunktur. Sowohl Ex- als auch Importe konnten sich trotz der schwierigen Entwicklung der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr gut behaupten: Die Exporte stiegen um 9,1 Prozent, die Importe um 6,5 Prozent. Im Vergleich zum Rekordjahr 2006 hat sich die Wachstumsgeschwindigkeit des Handelsvolumens damit wieder normalisiert – in 2006 konnten die Ausfuhren ein Plus von 10,2 Prozent und die Einfuhren sogar einen Zuwachs von 13,2 Prozent verzeichnen.

Insgesamt belief sich das Handelsvolumen Nordrhein-Westfalens auf knapp 354,8 Milliarden Euro, ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber 2006. Dies entspricht einem Anteil von 20,3 Prozent am Gesamthandel der Bundesrepublik Deutschland und macht Nordrhein-Westfalen wieder zum Ex- und Importland Nummer Eins. Dieses stolze Ergebnis stellten Wirtschaftsministerin Christa Thoben und die Geschäftsführerin von NRW.International, Almut Schmitz, heute  anlässlich der Veröffentlichung des Außenwirtschaftsberichts 2007 vor. Unter dem Titel „Außenwirtschaft kompakt. Analysen – Projekte – Perspektiven“ wurde der Bericht erstmals von NRW.International herausgegeben.

Exportleistungen lassen sich steigern

„Wir sind sicher, dass Nordrhein-Westfalen seine Exportleistungen in den nächsten Jahren noch steigern kann. Dabei setzen wir vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen, denen wir verstärkt den Zugang zu den Weltmärkten eröffnen wollen. Das ist auch gut für die Beschäftigungsent-wicklung in Nordrhein-Westfalen“, erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute bei der Vorlage des Außenwirtschaftsberichts 2007. Aus einschlägigen Untersuchungen wisse man, dass sich zwischen 2003 und 2006 die Zahl der Arbeitnehmer in international tätigen Firmen mit einem Plus von zwei Prozent deutlich besser entwickelt habe als bei rein national tätigen Unternehmen, bei denen im gleichen Zeitraum die Beschäftigungszahl um 3,5 Prozent zurückging, so die Wirtschaftsministerin weiter.

NRW.International

Die Gesellschaft, getragen von den nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern und der NRW.Bank, hatte im April 2007 die operativen Aufgaben der Außenwirtschaftsförderung in Nordrhein-Westfalen übernommen. Der Außenwirtschaftsbericht 2007 war damit zugleich eine erste Gelegenheit für Geschäftsführerin Almut Schmitz, Bilanz zu ziehen. Und diese fiel außerordentlich gut aus: Insgesamt nahmen in 2007 knapp 550 Teilnehmer an den Projekten der NRW.International teil. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Wir sind angetreten mit dem Anspruch, die verschiedenen Akteure der Außenwirtschaftsförderung in Nordrhein-Westfalen besser zu vernetzen und ihre Aktivitäten zu bündeln. Die Zahlen zeigen, dass uns dies gelungen ist und wir im Ergebnis mit den zur Verfügung stehenden öffentlichen Mitteln mehr Unternehmen erreicht haben“, kommentiert Schmitz das Ergebnis. Mit der Beteiligung an Auslandsm! essen, Unternehmer-Delegationsreisen, Brancheninformations- und Kooperationsveranstaltungen unterstützt NRW.International insbesondere kleine und mittlere Unternehmen beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftsbeziehungen im Ausland.

NRW nimmt herausragende Rolle ein

Ein Schwerpunkt der von NRW.International durchgeführten Maßnahmen lag 2007 in Europa und greift damit die Ergebnisse des Außenwirtschaftsberichts auf: Europa nimmt mit einem Anteil von mehr als 75 Prozent im Handel mit Nordrhein-Westfalen eine herausragende Rolle ein. Acht der zwölf wichtigsten Handelspartner sind Staaten der EU. Allen voran die Niederlande mit einem Volumen von 43,9 Milliarden Euro, gefolgt von Frankreich (29,7 Milliarden Euro) und Großbritannien (26,1 Milliarden Euro). „Insbesondere für Unternehmen ohne oder mit nur wenig Auslandserfahrung ist es hilfreich, erste Schritte ins Ausland in Märkten mit kulturell und rechtlich relativ vergleichbarem Hintergrund zu gehen“, so Schmitz weiter.

Wichtiger Handelspartner China

Wichtigster außereuropäischer Handelspartner Nordrhein-Westfalens war China mit einem Volumen von 20,3 Milliarden Euro und einem Anteil von 5,7 Prozent und damit Platz sechs des Gesamthandels. Die USA mit knapp 15 Milliarden Euro folgen auf Platz sieben, die Russische Föderation und Japan komplettieren mit 11,1 Milliarden Euro bzw. 9,1 Milliarden Euro die Reihe der wichtigsten Handelspartner. Diese Länder finden sich ebenfalls im Angebot der NRW.International wieder. Weitere Markterschließungsmaßnahmen führten nordrhein-westfälische Unternehmer unter anderem nach Australien, Brasilien, Indien, in die Republik Korea, Kroatien, die Türkei oder die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Innovative Technologien

Die weltweite Nachfrage nach Waren aus Nordrhein-Westfalen fokussiert sich weiterhin stark auf innovative Technologien. Die wichtigsten Exportgüter sind chemische Erzeugnisse, Maschinen, Eisen, Stahl, NE-Metalle und –erzeugnisse. Darüber hinaus gehen von Bereichen mit stark mittelständischer Struktur, wie Zulieferer für Industrie und Kraftfahrzeuge oder Zukunftsbranchen wie erneuerbare Energien und Umwelttechnik, viele Innovationsleistungen aus, die wichtige Impulse für das Exportgeschäft geben.

Weitere Informationen: www.nrw-international.de

(Redaktion)


 


 

Almut Schmitz
NRW Wirtschatsministerium
Christa Toben

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