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170 Millionen bis 2013

NRW drückt bei Forschung auf die Tube

Die Landesregierung macht beim Thema Forschung weiter Tempo und hat dazu einen weiteren Förder-Wettbewerb aufgelegt. Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) gab am Montag in Düsseldorf den Startschuss für den Spitzentechnologie-Wettbewerb «Hightech.NRW». Bis zum Jahr 2013 will das Innovationsministerium in drei Wettbewerbsrunden 170 Millionen Euro für die Förderung branchenübergreifender Hochtechnologie-Projekte vergeben.

Der Wettbewerb richtet sich den Ministeriumsangaben zufolge an Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in NRW. Über die Anträge der Wettbewerber entscheidet eine neunköpfige Jury unter Leitung des früheren Bundesforschungsministers Heinz Riesenhuber (CDU). Für die erste Runde können Anträge bis zum 5. Mai an das Ministerium gestellt werden. Die Gewinner sollen im Herbst feststehen. Die nächste Wettbewerbsrunde startet Anfang 2009.

Mit «Hightech.NRW» will das Land vor allem technologische Entwicklungen unterstützen, die die Grundlage für neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen werden können. Solche Innovationen seien die Grundlage für Wachstum und damit auch für Arbeitsplätze, sagte Pinkwart: «Damit erhöhen wir das Tempo bei unserer Aufholjagd auf dem Weg zum Innovationsland Nummer eins.»

Als Beispiel für Spitzentechnologie-Projekte, die «Hightech.NRW» anstoßen will, nannte Pinkwart das ICAMS in Bochum. Dieses an der Ruhr-Universität angesiedelte Institut für neuartige Werkstoffe war im Vorjahr von sieben Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Land gegründet worden. Das Institut arbeitet unter anderem an der Entwicklung neuartiger Stähle für die Autoindustrie und «selbstheilender» Oberflächen zur Vermeidung von Lackschäden.

Riesenhuber fügte hinzu, die Vergabe von Fördermitteln im Wettbewerb sei der richtige Weg, um Qualität durchzusetzen: «Wer ganz an die Spitze kommen will, muss seinen Anspruch anmelden und mit Erfolgen untermauern.» Angesichts der weltweiten Konkurrenz brauche Deutschland exzellente Forschung, um hier die Technologien von morgen zu entwickeln. «Wenn andere billiger sind, müssen wir besser sein», betonte Riesenhuber.

Neben «Hightech.NRW» gibt es im Land bereits zwei Fachwettbewerbe für die Förderung der Nano- und Werkstofftechnologie sowie der Biotechnologie. Darüber hinaus fördert das Wettbewerbsprogramm «Transfer.NRW» die wirtschaftliche Verwertung von Spitzenforschung aus den Hochschulen des Landes. In Planung sind Pinkwart zufolge weitere Wettbewerbe für Energieforschung, Medizin und Medizintechnik sowie ein zweiter Teil von «Transfer.NRW».

(innovation.nrw.de/wettbewerbe)

(Redaktion)


 


 

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