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NRW-Statistik

Die Schulden der Städte und Kreise

Nach einer Modellrechnung haben die Gemeinden und Gemeindeverbände in NRW Ende 2016 Schulden in Höhe von 82 Milliarden Euro angehäuft.

Dies entspricht einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Verschuldung von 4.594 Euro je Einwohner.

57,2 Prozent der Schulden entfielen auf die kreisfreien Städte. Der Anteil der Schulden der Kreise belief sich auf 40,4 Prozent, derjenige der Kommunalverbände auf 2,3 Prozent.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Kommunen ihre Aufgaben aus den Kernhaushalten in öffentlich bestimmte Fonds, Einrichtungen und Unternehmen verlagert. „Öffentlich bestimmt“ bedeutet hier, dass die öffentliche Hand unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 50 Prozent am Stimmrecht oder Nennkapital beteiligt ist. Die Modellrechnung berücksichtigt für einen besseren interkommunalen Vergleich die Schulden der öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen anteilig, wenn die Kommunen zu den ultimativen Eignern dieser Einheiten gehören.

Danach entfiel der Hauptteil der Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände mit 61,4 Prozent auf die Kernhaushalte. Bereits jeder dritte geschuldete Euro betraf allerdings die sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, an denen die kommunale Ebene als ultimativer Eigner beteiligt ist. Hierbei handelt es sich um Marktproduzenten, die ihre Kosten überwiegend mit eigenen Umsätzen decken.

Die Extrahaushalte trugen mit 6,3 Prozent zur Verschuldung bei. Dazu zählen alle öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, die nach den Kriterien des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) dem Sektor Staat zuzurechnen sind.

(Redaktion)


 


 

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