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Weniger Insolvenzen bei Unternehmen und Verbrauchern

Im Jahr 2012 stellten 10.548 Unternehmen bei den nord- rhein-westfälischen Amtsgerichten einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 5,9 Prozent weniger als 2011 (11.215 Unternehmensinsolvenzen). In 8.275 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet; in 2.273 Fällen musste die Eröffnung mangels Masse abgewiesen werden. Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren von den Unternehmens- insolvenzen mehr als 47.000 Beschäftigte betroffen.

Neben den Unternehmen beantragten im vergangenen Jahr 27.568 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich in 25.238 Fällen um Verbraucherinsolvenzen; das waren 0,3 Prozent weniger als 2011 (25.322). Die übrigen 2.330 Fälle betrafen Nachlässe und andere Privatpersonen, wie beispielsweise ehemals selbstständig tätige Personen.

Die Gesamtzahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen war 2012 mit 38.116 um 1,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die hieraus resultierenden Forder- ungen summieren sich auf voraussichtlich 18,7 Milliarden Euro (2011: 8,9 Milliarden Euro).

Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei den Insolvenzverfahren
auch Fälle erfasst werden, bei denen der Unternehmenssitz außerhalb von Nordrhein- Westfalen liegt, die Insolvenzabwicklung jedoch an einem nordrhein- westfälischen Amtsgericht erfolgt. Bei solchen im Jahr 2012 betroffenen 78 Unternehmen waren 317 Personen beschäftigt; die Gläubigerforderungen summierten sich hier auf 1,1 Milliarden Euro.

(Redaktion)


 


 

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