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Vorübergehende Praxisschließungen

Nur vereinzelt Arztpraxen aus Protest geschlossen

Dem Aufruf des Verbands der Freien Ärzteschaft zu vorübergehenden Praxisschließungen sind in Nordrhein-Westfalen niedergelassene Ärzte offenbar nur vereinzelt gefolgt. «Wenn überhaupt, dann haben sich nur einige wenige Ärzte dem Protest angeschlossen», sagte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am Mittwoch auf ddp-Anfrage in Düsseldorf.

Keine der Kreisstellen habe Auskunft darüber geben können, ob sich überhaupt Praxen an den Protestschließungen beteiligt hätten. Es habe auch keine Patientenbeschwerden gegeben.

Nach Ansicht der Sprecherin waren viele Ärzte überzeugt, dass Praxisschließungen lediglich die Patienten träfen, die Politik jedoch nicht beeinflussten. Urlaubsbedingt seien während der Osterferien stets zahlreiche Praxen in NRW geschlossen, sagte die Sprecherin weiter. Dies habe jedoch nichts mit dem Protestaufruf zu tun. Die zuvor vom Verband der Freien Ärzteschaft in Umlauf gebrachten Zahlen, in denen für den Kreis Mettmann beispielsweise eine Protestquote von 75 Prozent angekündigt worden war, seien «auf keinen Fall» zutreffend.

Die Freie Ärzteschaft hatte am 18. März die niedergelassenen Ärzte in ganz Deutschland dazu aufgerufen, ihre Praxen in der Woche nach Ostern bis einschließlich Freitag zu schließen, um so gegen die Gesundheitspolitik zu protestieren. Verbandspräsident Martin Grauduszus hatte von einer «Industrialisierung und Amerikanisierung der Gesundheitsversorgung» gesprochen, die der deutschen Gesundheitsversorgung aufgrund der Reformpolitik bevorstehe.

(Redaktion)


 


 

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