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Nach langer und schwerer Krankheit

Oberbürgermeister Joachim Erwin verstorben

Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin ist tot. Er verstarb in der Nacht zu Dienstag in der Abteilung Innere Medizin im Augusta-Krankenhaus, Chefarzt Dr. Weik, nach langer und schwerer Krebserkrankung.

Das Mitgefühl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt in diesen Stunden seiner Familie, vor allem seiner Frau Hille und den Kindern Angela und Markus sowie seiner Mutter.

Bis zuletzt galt sein ganzer Einsatz in vollem Pflichtbewusstsein seinem Amt und damit dem Wohl der Bürger dieser Stadt. Bis zum Amtsantritt eines neuen Oberbürgermeisters führt Stadtdirektor Helmut Rattenhuber die Amtsgeschäfte der Stadtverwaltung. Bürgermeister Dirk Elbers hat bis dahin den Vorsitz des Stadtrates inne.

Der Termin der Beerdigung wird noch bekanntgegeben. An allen städtischen Gebäuden ist bis dahin Trauerbeflaggung angeordnet. Die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer werden sich in Kondolenzbücher eintragen können. Nähere Informationen dazu werden folgen.

Das Amt als Lebensleistung
Joachim Erwin wurde 1999 ins Amt des Oberbürgermeisters gewählt und 2004 mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang wiedergewählt. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden Düsseldorf und das Leben in der Stadt über Jahrzehnte nachhaltig prägen. Düsseldorf ist heute Dank seiner Führung eine boomende und wachsende Stadt. Seine vorausschauende und umsichtige Finanzpolitik schaffte Spielräume. Schulen, Sportanlagen, Straßen, Spielplätze, Parks und Grünanlagen sowie Kultureinrichtungen wurden mit insgesamt über einer Milliarde Euro saniert, modernisiert oder neu gebaut. Die Lebensqualität ist in Düsseldorf so hoch wie in kaum einer anderen deutschen Großstadt.

Mit seinem Namen untrennbar verbunden ist die Entschuldung der Stadt. Damit wurde kommenden Generationen jene Bürde genommen, die die Entwicklung in anderen Städten auf Jahre hemmen wird. Joachim Erwins Vorstellung von einer lebenswerten und liebenswerten Stadt, in der die Menschen sich wohlfühlen, kann somit weiter verfolgt und verwirklicht werden.

OB Erwin realisierte den Bau der LTU arena, mit der Düsseldorf die modernste Veranstaltungsstätte Europas erhielt. Besonders am Herzen lag ihm die internationale Positionierung der Landeshauptstadt als Flughafen-Destination und Messeplatz.

Stadtdirektor Rattenhuber würdigte den Einsatz OB Erwins: "Ihm gilt unser aller Dank für das, was er für Düsseldorf geleistet hat. Trotz seiner schweren Krankheit hat er sich aufopferungsvoll für unsere Stadt engagiert. Er bleibt damit für uns ein großes Vorbild."

Werdegang von Joachim Erwin
Joachim Erwin wurde am 2. September 1949 in Stadtroda/Thüringen geboren. 1952 gelangte er mit seiner Familie zunächst nach Wuppertal; 1960 folgte der Umzug nach Düsseldorf. Hier legte er 1968 sein Abitur am Humboldt-Gymnasium ab. Erwin studierte Rechtswissenschaften, Sport und Hispanistik. 1973 folgte das 1. Juristische Staatsexamen, nach Referendardienst und einem Lehrauftrag an der Ruhruniversität Bo¬chum dann 1976 das 2. juristische Staatsexamen. Im selben Jahr ließ er sich als Anwalt in Düsseldorf nieder.

1967 trat Erwin der Jungen Union (JU) und der CDU bei. Erstmals Mit¬glied des Düsseldorfer Stadtrates wurde Erwin 1975 (bis 1988), dann folgte ein Wechsel in den nordrhein-westfälischen Landtag (bis 1990). 1994 wurde er erneut in den Rat gewählt.

Im Rahmen seiner kommunalpolitischen Arbeit bekleidete er zahlreiche Ämter: - Mitglied des Vorstandes der CDU-Fraktion (1985-1999), - Vorsitzender des Personal- und Organisationsausschusses (1994-1999), - Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion (1997-1998), - Bürgermeister (1998-1999).

Seit 2005 war OB Erwin stellvertretender Präsident des Deutschen Städtetages.

(Redaktion)


 


 

Oberbürgermeister Joachim Erwin

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