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  • 26.04.2013, 03:00 Uhr
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OECD

2022 hat jeder Haushalt 50 Internet-Geräte

Eine aktuelle Untersuchung der OECD (The Organisation for Economic Co-operation & Development) hat ergeben: Bis 2022 wird der durchschnittliche Haushalt mit zwei jugendlichen Kindern rund 50 internetfähige Geräte besitzen.

Im Vergleich: Heutzutage sind es Schätzungen zufolge rund zehn Internet-Geräte pro Haushalt – wie zwei Smartphones, zwei Laptops, ein Tablet, ein Internet-Modem, ein Drucker und eine Spielekonsole. Doch immer mehr „smarte“ Geräte kommen ins Haus.

Internetfähig Autos, Personenwaagen und Waschmaschinen

Neben vier Smartphones, zwei Laptops und 3 Fernsehern, zählt die OECD im Jahr 2022 unter anderem zwei Autos, drei Stereoanlagen und eine Körper- waage zu den Internet-Geräten in einem Durchschnitts-Haushalt. Vermehrt werden immer mehr Geräte durch Apps kontrolliert und somit „smart“. So gibt es inzwischen Garten-Apps, die den Nutzer darüber informieren, wann er seine Pflanzen zu gießen hat. Dieser Trend wird als „Internet of Things“ bezeichnet.

Lösung zu Datenschutzproblemen

Der Fortschritt hat aber meist zwei Seiten: Mit ihm kommen auch Probleme auf den Nutzer zu, wie Zukunftsforscher Ulrich Reinhardt von der Stiftung für Zukunftsfragen meint: „Ich glaube, dass mit der Technologie auch die Daten- schutzprobleme zunehmen werden, aber damit auch das Bewusstsein dafür. Die Industrie wird eine Lösung finden müssen. Das wird technisch auch möglich sein.“

Reinhardt stimmt dem Ergebnis der Unter- suchung jedoch nicht zu: „Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen den technologischen Möglichkeiten und der Bereitschaft der Be- völkerung zur Nutzung dieser.“ Die Möglichkeiten seien ihm zufolge zwar gegeben, aber dies sage nichts über die tatsächliche Verwendung dieser Geräte aus. Vor allem sei die ältere Generation diesbezüglich konservativer und würde die Innovation nicht nutzen.

Wunsch nach sozialen Grundbedürfnissen

Grundsätzlich konnten laut Reinhardt aktuelle Untersuchungen sogar den gegenteiligen Trend belegen: „Die Bevölkerung geht vielmehr weg von elektronischen Errungenschaften und wünscht sich vermehrt zwischen- menschliche Interaktionen.“ Technologie würde zwar evolutionieren, aber nicht revolutionieren. Auch wenn Technologie den Menschen das Leben vereinfachen dürfe, blieben die sozialen Grundbedürfnisse erhalten.

(Redaktion)


 


 

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