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  • 28.06.2013, 15:36 Uhr
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Online-Banken

Auch beim Festgeld sind die Online-Banken nicht zu schlagen

Festgeld ist nach wie vor eine der sichersten Geldanlagen und wird von fast allen Banken in Deutschland und in der Eurozone angeboten. Bedingt durch den neuerlichen Zinsrutsch sind vor allem die Festgeldanlagen mit kurzen Laufzeiten allerdings nicht mehr interessant. Auch bei hohen Einlagenmit längeren Laufzeiten liegt der Ertrag nach der Fälligkeit nur knapp über der Preissteigerungsrate. Bei den meisten Filialbanken liegen die Erträge sogar darunter.

Höhere Zinsen werden beim Festgeld derzeit nur mit langen Laufzeiten erreicht

Die Inflationsrate ist bei der Geldanlage eine Rechengröße, die nicht außer Acht gelassen werden sollte. Steigt die Inflationsrate über die Zinshöhe bei Geldanlagen, wird im Grunde ein Defizit erwirtschaftet. Das angelegte Kapital hat zwar Zinsen erwirtschaftet, die Verbraucherpreise sind aber im gleichen Zeitraum stärker angestiegen. Im Jahr 2011 lag die Inflationsrate bei 2,3 Prozent im Jahresdurchschnitt. 2012 lag die Rate 0,3 Prozentpunkte darunter. Für dieses Jahr wird eine weitere Senkung von circa 0,2 Prozentpunkten im Jahresdurchschnitt erwartet. Ein Vergleich verschiedener Festgeldanbieter ist daher in jedem Fall zu empfehlen. Vor allem Angebote mit hohen Zinsen sollten genau geprüft werden. Bei diesen Angeboten werden zur Berechnung meist hohe Geldeinlagen und lange Laufzeiten zugrunde gelegt, die den Zinseszins schon beinhalten. Lange Laufzeiten bedeuten beim Festgeld gleichzeitig eine langfristige Kapitalbindung.

Das Splitten der Festgeldanlagen kann hilfreich sein

Wer einen größeren Geldbetrag für mehrere Jahre auf einem Festgeldkonto deponiert, erhält zwar relativ hohe Zinsen, verzichtet aber gleichzeitig auf seine Liquidität. Geldanleger, denen ein hoher Geldbetrag zur Verfügung steht, haben die Möglichkeit, die Geldeinlage zu splitten und auf mehrere Festgeldkonten, mit verschiedenen Laufzeiten zu splitten. Wird für die verschiedenen Geldbeträge ein Anlagezeitraum von 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren gewählt, steht jährlich ein Teil des angelegten Festgelds wieder zur Verfügung. Dieser Geldbetrag kann bei guter Zinslage entweder für einen neuen Zeitraum angelegt werden oder steht nach der Laufzeit zur freien Verfügung. Von Vorteil sind die höhere Verzinsung die sich ergibt wenn Geldanleger den Durchschnitt aus allen Festgeldanlagen berechnen und die jährliche Verfügbarkeit der einzeln angelegten Teilbeträge. Selbstverständlich müssen Geldanleger an den Steuerfreibetrag denken. Dieser Freibetrag muss je nach Höhe der Geldanlagen auf die verschiedenen Festgeldkonten verteilt werden.

Bei der Wahl des Geldinstituts muss auf die Konditionen geachtet werden

Geldanleger die auf eine ausführliche Beratung verzichten können und auch den Umgang mit dem Internet nicht scheuen, erhalten bei Direktbanken meist bessere Konditionen als bei der Hausbank oder Filialbanken, die Festgeldkonten anbieten. Um das Festgeldkonto mit den besten Konditionen zu finden, sollten Geldanleger viele verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Von Vorteil sind ein kostenloser Support und eine kostenlose Kontoführung. Auch auf die Verzinsung des angelegten Kapitals muss geachtet werden. Bei vielen Direktbanken werden zwei verschiedene Zinsmodelle angeboten. Findet eine jährliche Zinszahlung statt, werden die erwirtschafteten Zinsen zum Ende des Jahres ausgezahlt und versteuert. Bei einer Zinseszinszahlung wird der erwirtschaftete Zinsbetrag wieder angelegt und zum Ende der Laufzeit ausgezahlt und erst dann versteuert. Ein Modell mit Zinseszinsberechnung ist allerdings erst möglich, wenn der Anlagezeitraum zwei Jahre überschreitet. Ein gutes Festgeldangebot sollte in jedem Fall folgende Konditionen beinhalten:

  • kostenlose Kontoführung und Support
  • garantierte Zinszahlung über den gesamten Anlagezeitraum
  • optional wählbare Zinsmodelle
  • keine hohen Mindesteinlagen

Banken, die in der Eurozone Festgeldkonten anbieten sind, wie deutsche Banken auch, an die vorgeschriebene Einlagensicherung von 100.000 Euro gebunden. Geldanleger sollten daher höhere Beträge auf mehrere Konten verteilen. Trotz der gewährten und auch gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung sollten Geldanlagen im Ausland vor einem Vertragsabschluss genau geprüft werden.

(Redaktion)


 

 

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