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Online-Einkäufe

Preisfehler im Internet – was ist zu beachten

Preisfehler sind bei Online-Einkäufern gern gesehen. Immerhin können Sie hier zum Teil beachtliche Schnäppchen ergattern. Oftmals machen ihnen die Shop-Betreiber allerdings einen Strich durch die Rechnung und senden eine Storno-Email. Doch ist das eigentlich rechtens? Hier gibt es die Antworten.

Top-Produkte zum Schnäppchenpreis

Der eine oder andere hat es sicher schon einmal erlebt. Da surft man eine Weile durch Shop-Angebote und entdeckt plötzlich ein großes HD-TV für 50 Euro oder eine Grafikkarte für 12 Euro. Was ein offensichtliches Versehen ist, stellt für den Käufer eine lukrative Chance dar. Kurzerhand füllt er die Bestellung aus und freut sich über die Ersparnis. Recht schnell kommt dann allerdings die Ernüchterung, dann nämlich, wenn der Shopbetreiber den Fehler bemerkt und die Stornierung versendet. Die Frage ist nun: Wer hat Recht? Muss der Verkäufer den Gegenstand zum angebotenen Preis verkaufen oder hätte der Kunde von Vornherein von einem Versehen ausgehen müssen.

Wenn man diese Frage beantworten will, muss man sich zunächst vor Augen halten, wie ein Vertrag zustande kommt. Die Voraussetzung dafür ist nämlich eine Willenserklärung von beiden Parteien, also von Käufer und Verkäufer, Angebot und Annahme. Bei der ausgesendeten Bestätigungs-Email nach dem Eingang der Bestellung handelt es sich aber noch nicht um eine Übereinkunft im rechtlichen Sinne. Die Mail bestätigt lediglich, dass die Bestellung eingegangen ist, nicht aber, dass sie angenommen wurde. Es besteht also noch kein gültiger Vertrag. Ein gutes Beispiel hierfür ist dieser Fall des LG München, bei dem ein Händler nicht an einem offensichtlichen Preisfehler festhalten musste.

Wann der Preisfehler gültig ist

Ein Vertrag kommt erst zustande, wenn der Shop die Annahme bestätigt. Erst in diesem Fall hat der Käufer ein Recht darauf, dass ihm die Ware zum angegebenen Preis geliefert wird. Allerdings hat der Shop-Betreiber auch in diesem Fall noch die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Wenn die Ware aus Versehen zu billig angeboten wurde, kann der Vertrag wegen eines Erklärungsirrtums angefochten werden. Weitere Tipps zum Thema Preisfehler finden Sie in diesem Artikel von Computerbild.

Allerdings kann es sich durchaus lohnen, es einmal zu versuchen. In vielen größeren Shops treten regelmäßig Preisfehler auf, ohne dass die zugehörigen Bestellungen storniert werden. Eine Übersicht über aktuelle Preisfehler findet man beispielsweise unter http://www.mein-deal.com/preisfehler/

Was passiert im Fall einer Stornierung

Wenn die Bestellung storniert wird, muss der Verkäufer dem Käufer auf jeden Fall den Kaufpreis zurückerstatten. Gutscheine und Rabatte für zukünftige Bestellungen gibt es nur im Fall einer Kulanz . Wenn der Verkäufer einen Vertrag anfechtet, der zustande gekommen ist, kann allerdings ein Anspruch auf Schadenersatz bestehen. In diesem Fall sind aber nur Schäden zu regulieren, die tatsächlich entstanden sind. Es gibt also bei Preisfehlern keine Pauschalentschädigungen. Einige interessante Beispiele zu Preisfehlern aus der Praxis finden Sie beispielsweise in diesem spannenden Artikel.

(Redaktion)


 


 

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