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  • 17.07.2014, 08:36 Uhr
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  • Düsseldorf
Online-Portale

Als Meistbietender auf Reisen gehen

Auktionsportale wie ebay sind längst fester Bestandteil unseres Lebens. Ersteigern und verkaufen lassen sich hier alle möglichen Dinge, auch die ungewöhnlichsten. Reisen zählten bislang nicht unbedingt dazu, und doch gibt es einige Plattformen, die sich darauf spezialisiert haben. Auch ein Anbieter aus Deutschland ist darunter.

Sich eine Reise online zu ersteigern und damit Geld zu sparen hat sich bisher als Art der Urlaubsplanung noch nicht durchgesetzt. Aber es gibt bereits seit einigen Jahren Online-Portale, die genau diese Dienstleistung anbieten. Im Netz finden sich auch einige Berichte von Menschen, die Erfahrungen mit dem Ersteigern von Reisen gemacht haben. Dieser Beitrag aus dem Lifestyle-Blog Urban&Me brachte uns auf die Idee, einige Player auf diesem Markt unter die Lupe zu nehmen:

Reiseauktionsseiten: Vorreiter Niederlande

Die Geschichte beginnt im Jahr 2007 in den Niederlanden. Dort ging die Plattform vakantieveilingen.nl online, auf dieser konnten erstmals Reisen ersteigert werden. Strenggenommen war selbst diese Plattform nicht die Erste ihrer Art, zuvor gab es Anbieter wie Swoopo, die allerdings nur mit einer eigenen Bietwährung genutzt werden konnten und deshalb scheiterten. Das kostenlose Konzept von vakantieveilingen.nl wurde hingegen in den Niederlanden zu einem Riesenerfolg, so war es nur eine Frage der Zeit, bis das Konzept auch in Deutschland Nachahmer fand.

Dazu zählten z. B. bietundweg.de und Reisenersteigern.de, beides Adaptionen des niederländischen Vorbilds. Reisenersteigern.de stammte allerdings nicht aus Deutschland, sondern ebenfalls aus den Niederlanden. Die Portale schafften es nicht, ihr anfangs sehr überschaubares Angebot zu erweitern und sind beide mittlerweile nicht mehr online erreichbar.

Auktionsportale in Deutschland

Ende 2011 brachte dann das Original aus den Niederlanden seinen Ableger Aladoo.de auf den deutschen Markt. Aber auch für das bereits erfahrene und erfolgreiche Unternehmen Emesa blieb die Etablierung in Deutschland erfolglos. Mitte des vergangenen Jahres zog das Team von Köln nach Berlin um und startete eine letzte Großoffensive mit Stellenausschreibungen, PR und TV-Werbung. Das Konzept ging nicht auf und der Umsatz blieb aus. Im April 2014 ging Aladoo.de offline.

Topdeals geht aus diesem harten Wettkampf als glücklicher Gewinner hervor. Auch wenn das Start-Up laut deutsche-startups.de mit einem Biet-Skandal für schlechte Schlagzeilen sorgte, werden dort weiterhin Gutscheine und Angebote für Urlaubs- und Freizeitaktivitäten versteigert. Möglicherweise schafft es topdeals, sich bei schrumpfender Konkurrenz fest zu etablieren.

Das Ersteigern von Reiseangeboten ist in Deutschland ein Konzept, das bisher nicht wirklich angenommen wurde. Denn die meisten Reisen werden hierzulande weiterhin direkt gebucht, ob online oder im Reisebüro. Spontaneität und ein gewisses Maß an Unsicherheit, das die Reiseauktionen erfordern, gehören anscheinend nicht zur deutschen Urlaubsplanung. Vielleicht wird topdeals das mit wachsendem Erfolg ändern.

my travel gear

Bildrechte: Flickr my travel gear Jon Rawlinson CC BY Bestimmte Rechte vorbehalten

(Redaktion)


 


 

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