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  • 08.01.2014, 13:05 Uhr
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Partnerschaft

Deutsch-Türkische Partnerschaft soll mit einem Wissenschaftsjahr zelebriert werden

Deutschland und die Türkei pflegen schon seit Jahrzehnten äußerst intensive Beziehungen. So leben momentan um die drei Millionen Menschen türkischer Herkunft in der Bundesrepublik, die enge Verzahnung der beiden Länder ist schon aus diesem besonderen Grund gegeben.

Aktuell ist das Thema um die genauen Koalitionsvereinbarungen zur Regelung der doppelten Staatsbürgerschaft in den Medien. Doch auch umgekehrt ist die Türkei für deutsche Staatsbürger alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Millionen Deutsche verbringen jedes Jahr ihren Urlaub in der Türkei. An diesen Beispielen wird deutlich, wie eng beide Länder miteinander verbunden sind.

Das enge bilaterale Verhältnis spiegelt sich natürlich auch in den Wirtschaftsbeziehungen wider. So ist Deutschland der wichtigste Handelspartner der Türkei. So erreichte das bilaterale Handelsvolumen laut Germany Trade and Invest im Jahre 2010 rund 29 Milliarden US Dollar. Im gleichen Jahr waren über 4000 Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung im Land registriert. Spätestens seit dem rasanten wirtschaftlichen Wachstum der letzten Jahre ist der Wirtschaftsstandort Türkei für deutsche Unternehmen immer wichtiger geworden. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass die IHKs Pfalz, Rheinhessen und Saarland gemeinsam ein Kompetenzzentrum Türkei gegründet haben. Somit sind beide Länder heute auch in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen enger als je zuvor verzahnt.

Ziele des Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahres 2014

Somit scheint genau der richtige Zeitpunkt gegeben, die enge Kooperation auch in die Bereiche Forschung, Bildung und Innovation auszuweiten. Dies hat sich das Deutsch-Türkische Jahr der Forschung 2014 zum Ziel gesetzt. Im Zuge des Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahres sollen neue Partnerschaften zwischen den großen Forschungseinrichtungen beider Länder ins Leben gerufen werden. Auch im akademischen Bereich sollen bei Studierenden und Wissenschaftlern engere Beziehungen, beispielsweise durch gegenseitige Austauschprogramme, entstehen. Zudem sollen die bereits laufenden deutsch-türkischen Kooperationsinitiativen und Forschungsergebnisse sichtbarer gemacht werden. Es kann also davon ausgegangen werden, dass im Zuge des deutsch-türkischen Forschungsjahres 2014 wieder einige spannende wissenschaftliche Neuigkeiten, Ergebnisse und Erkenntnisse an die Öffentlichkeit kommen. Dies wird die Sichtbarkeit der gegenseitigen bilateralen Deutsch Türkischen Beziehungen - die sich neben Politik und Wirtschaft nun auch ganz entscheidend auf Forschung, Bildung und Innovation fokussiert - immer deutlicher in den Vordergrund stellen. Dabei wollen sich Akademiker und Forscher beider Länder im Zuge des Wissenschaftsjahres besonders stark auf Schlüsseltechnologien wie Transport, Logistik, Biotechnologie sowie die Informations- und Kommunikationstechnik fokussieren. Doch auch gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem demographischen Wandel kommt eine besondere Bedeutung zu. Es wird also spannend zu beobachten, welche gegenseitigen Impulse das Deutsch-Türkische Wissenschaftsjahr 2014 liefern wird.

(Redaktion)


 


 

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