Sie sind hier: Startseite Düsseldorf Fachwissen
Weitere Artikel
Pass abgelaufen

Ist der Urlaub noch zu retten?

Die Koffer sind gepackt und die Vorfreude ist groß, doch dann der Schreckmoment am Flughafen: Der Ausweis oder Reisepass ist abgelaufen oder liegt friedlich zu Hause in der Schublade.

Mit einem Ersatzausweis kann man jedoch trotzdem das gewünschte Reiseziel erreichen, erklärt ARAG. Soll die Reise in ein anderes Land der EU gehen, sollte man sich an das Flughafenbüro der Bundespolizei wenden. Dort kann kurzfristig ein sogenannter Reiseausweis als Passersatz ausgestellt werden. Als Nachweis der Identität wird die Bundespolizei entweder ein abgelaufenes Reisedokument oder einen Führerschein mit Foto verlangen. Außerdem wird eine Gebühr von acht Euro für die Ausstellung fällig. Der Reiseausweis gilt dann für die Dauer der jeweiligen Reise, längstens jedoch für einen Monat. Neben den EU-Mitgliedsstaaten erkennen übrigens auch einige andere Länder wie z.B. Norwegen, die Schweiz oder Monaco den Reiseausweis für die Einreise zu touristischen Zwecken an.

Ersatz-Reisepass

Führt der geplante Urlaub jedoch in ein Land, das für die Einreise einen Reisepass verlangt, muss ein vorläufiger Reisepass besorgt werden. Diesen kann die nächste kommunale Pass- und Ausweisbehörde - meist das Einwohnermelde- oder Bürgeramt - ausstellen und sofort aushändigen. Weil der vorläufige Reisepass voraussetzt, dass eine rechtzeitige Beantragung eines "normalen" Reisepasses im sogenannten Express-Verfahren nicht mehr möglich war, wird die Passbehörde die Vorlage des Flugtickets oder anderer Reiseunterlagen verlangen. Auch wird ein aktuelles Foto benötigt. Hierbei beträgt die Verwaltungsgebühr für den vorläufigen Reisepass 26 Euro.

Vorsicht bei USA-Reisen

Mit einem vorläufigen Reisepass kann man grundsätzlich weltweit reisen. Eine Ausnahme gilt laut ARAG Experten aber für Reisen in die USA. Denn anders als der "normale" rote Reisepass enthält der vorläufige grüne Pass keinen elektronischen Chip, der Foto und Fingerabdrücke speichert. Genau der wird jedoch von den USA verlangt, wenn man von der Möglichkeit der visafreien Einreise - dem "Visa Waiver Program" - Gebrauch machen will. Ist ein USA-Urlaub geplant, muss mindestens ein Express-Reisepass vorliegen, der mit dem Speicherchip ausgerüstet ist. Die Ausstellung eines Express-Passes dauert im Idealfall drei bis vier Werktage und kostet für Personen über 24 Jahre 91 Euro.

(Redaktion)


 


 

ARAG
Bundespolizei
Reisepass
Bürgeramt
Einwohnermeldeamt
Visa Waiver Programm

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "ARAG" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: