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  • 28.05.2014, 15:01 Uhr
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  • Düsseldorf
PC

Leistungsstark und nachhaltig: was Industrie-PCs alles leisten

Die heiße Sonne Afrikas. Die eisige Kälte im Norden von Skandinavien. Dazu Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, Erschütterungen, Dreck und Staub. Und das alles bei 24 Stunden Dauerbelastung. Wer diesen Bedingungen standhält, macht den Gewinnern von Le Mans Konkurrenz. Aber Industrie-PCs müssen auch wahre Boliden sein, um den extremen Anforderungen standzuhalten, den sie tagtäglich ausgesetzt sind. 100 Prozent effizient und effektiv müssen sie sein für den Langzeitbetrieb in extremen Produktionsumgebungen. Aber Industrie-PCs müssen vor allem auch mit der Zeit gehen. Denn eine Dauerbelastung kostet Kraft und das kostet Geld.

Universal-Talente

Industrie-PCs sind im Vergleich zu herkömmlichen Computern echte Allrounder. Das müssen sie aber auch sein, denn ihr Einsatzort ist kein sauberes, klimatisiertes Büro. Sie werden eingesetzt in Produktions- und Fertigungshallen, auf Baustellen und sogar Ölplattformen. Daher muss ihr Inneres nicht nur leistungsstark sein, sondern ihr Äußeres vor allem robust gegenüber Umwelteinflüssen und elektromagnetischen Störungen. Für einen reibungslosen Ablauf müssen sie eine besonders hohe Ausfallsicherheit aufweisen. In manchen Einsatzbereichen werden sie aufgrund hygienischer Vorschriften sogar regelmäßig mit Hochdruckreinigern gesäubert.

Übersicht über die Aufgabenbereiche von Industrie-PCs:

Im Computerzeitalter ist es nicht verwunderlich, dass PCs inzwischen an sämtlichen möglichen und unmöglichen Arbeitsstellen zum Einsatz kommen. Manche Aufgaben im industriellen Bereich wären ohne eine digitale Steuerung und Überwachung kaum mehr denkbar. Das vereinfacht die Prozesse nicht nur ungemein, sondern macht das Arbeiten für den Menschen auch sicherer.

Gebaut für extreme Anforderungen

Die Industrie-PCs müssen abhängig von ihren Aufgaben verschiedene Eigenschaften besitzen. Für den Einsatz in Nutzfahrzeugen bspw. als Kran- oder Gabelstablerterminal muss ein Computer resistent sein gegen Erschütterungen und Vibrationen. Dies wird erreicht, indem bspw. auf gewisse mechanische Bauteile wie Lüfter und Hard-Disk-Drives verzichtet wird. Zum Schutz in nasser und staubiger Umgebung ist ein korrosionsgeschütztes Aluminium-Gehäuse bestens geeignet. Manche Industrie-PCs müssen portabel sein, um sie an verschiedenen Einsatzorten verwenden zu können. Andere sind mit speziell geregelten Lüftern ausgestattet, damit sie geräuscharm sind. Auf der Hannover Messe 2014 wurde jüngst ein PC vorgestellt, der extrem kompakt ist, nur so groß wie ein Taschenbuch ist. Dieser überzeugt nicht nur mit seiner Handlichkeit, sondern durch ein cleveres Montagesystem und eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten. Wer darüber hinaus spezielle Anforderungen an seinen Rechner hat, der kann bei Herstellern von Industrie-PCs und Panel-PCs wie z.B. www.tl-electronic.de kundenindividuelle Lösungen bestellen. Panel-PCs sind als Industrie-Rechner seit einiger Zeit auf dem Vormarsch und ihr Marktvolumen wird in diesem Jahr gemäß Schätzungen auf 2 Mrd. Euro ansteigen. In Standardschaltschränken, Pulten, Schalttafeln oder frei montiert können sie vielfältige Aufgaben in der Automatisierung übernehmen.

  • Betriebsdatenerfassung
  • MES/ Arbeitsvorbereitung und andere Shop Floor-Anwendungen
  • Steuerung von Maschinen und Produktionsanlagen als Front End
  • Qualitätskontrolle und Dokumentation

Um als Industrie-Rechner eingesetzt zu werden, bedarf ein Panel-PC gewisser Eigenschaften, die insbesondere die Robustheit betreffen. Zum Schutz des Computers liegen daher sämtliche Anschlüsse im Inneren des Gehäuses und die erforderliche Verkabelung läuft durch eine abgedichtete Verbindungs-Kupplung. Die Bedienung erfolgt normalerweise über ein Touchscreen. Dieser wird oftmals in einer Umgebung benutzt, in der viel Staub und Dreck zu finden ist. Darüber hinaus tragen die Arbeiter oftmals Handschuhe. Resistive Touchtechnologien sorgen dafür, dass auch unter diesen Bedingungen eine Reaktion auf den Druck funktioniert.

Nachhaltige Boliden

Die große Kraft, die in den leistungsstarken Computern steckt, verbraucht natürlich eine große Menge Energie. In Zeiten des Energiewandels muss sich in diesem Bereich etwas ändern. Da nicht jeder Computer an ein Stromnetzwerk angeschlossen werden kann, das über alternative Energien wie bspw. Photovoltaik betrieben wird, muss der PC an sich energieeffizienter werden. Aus diesem Grund wurde die Green IT Initiative ins Leben gerufen, die helfen soll die gesteckten nationalen und internationalen Klimaziele zu erreichen. Die Absicht dabei ist, die Informationstechnik so zu nutzen, dass sie Umwelt und Ressourcen schont und das über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Dem Gedanken des Green IT folgend werden inzwischen Industrie-PCs entwickelt, die deutlich weniger Energie verbrauchen als bisher. Bis zu 50 Prozent können mit dieser nachhaltigen Technologie eingespart werden. Doch nicht nur auf Energieeffizienz wird geachtet, sondern auch auf die Verwendung nachhaltiger Materialien. LCD-Displays mit LED-Backlight-Technologie werden verbaut, die ebenso wie das Edelstahlgehäuse recycelbar sind.

(Redaktion)


 


 

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