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Pendeln lohnt immer weniger

Wohneigentum im Düsseldorfer Speckgürtel verteuert sich rasant

Wohnraum in Düsseldorf ist knapp und teuer, denn die Landeshauptstadt bietet nicht nur attraktive Arbeitsplätze, sondern auch eine hohe Lebensqualität. Deshalb pendeln laut dem Statistischen Landesamt IT.NRW Tag für Tag 296.000 Berufstätige aus dem Umland nach Düsseldorf. Finanziell lohnt sich das nach einer aktuellen Studie aber immer weniger, denn die Immobilien im Speckgürtel verteuern sich rasant.

Der Quadratmeterpreis für Wohneigentum liegt in Düsseldorf aktuell bei durchschnittlich 3.200 Euro. Für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus muss sogar mit über 5.500 EUR pro Quadratmeter gerechnet werden. Das kann sich längst nicht jeder leisten, daher wandert der Blick von Kaufinteressenten seit Jahren ins Umland. Aber ist der Speckgürtel von Düsseldorf wirklich noch eine Alternative? Dazu hat der Immobiliendienstleister McMakler nun eine aktuelle Analyse veröffentlicht. Dabei wurde die Marktpreisentwicklung im ersten Halbjahr 2018 bei den zum Kauf inserierten Wohnimmobilien gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 verglichen. "Traditionell sind Immobilien der linksrheinisch gelegenen Umlandstandorte, wie Meerbusch und Neuss, gefragter bei den Kaufinteressenten. Das zeigen die hohen und zudem stark steigenden Preise, die nahezu Düsseldorfer Niveau erreichen. Aber gerade junge Familien haben hier oft keinen Spielraum mehr, was den Immobilienpreis angeht. Sie weichen auf Nachbarstandorte aus oder schauen sich rechts vom Rhein nach günstigeren Objekten um. Das führt zu steigenden Preisen im gesamten Speckgürtel von Düsseldorf", sagt Hanno Heintzenberg, Geschäftsführer von McMakler.

Der teuerste Ort im Düsseldorfer Umland ist mit durchschnittlich 3.265 Euro pro Quadratmeter Meerbusch. Danach folgen Ratingen und Neuss, wo Käufer derzeit 2.630 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 2.544 Euro pro Quadratmeter für ein Haus oder eine Wohnung zahlen. Das ist ein Preisanstieg in Ratingen um 5,5 Prozent und in Neuss um 2,9 Prozent. In Meerbusch stiegen die Preise sogar um 10,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Die höchste Preissteigerung gab es im ersten Halbjahr 2018 in Monheim am Rhein mit zwölf Prozent auf 2.393 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Velbert mit über zehn Prozent auf 1.892 Euro pro Quadratmeter. Auch Kaarst holt weiter auf: Die Preise kletterten gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 9,5 Prozent auf 2.410 Euro pro Quadratmeter. "Monheim am Rhein, aber auch die Nachbarstädte Hilden und Langenfeld sind äußerst attraktiv. Sie liegen direkt an der Düsseldorfer Stadtgrenze, sind gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossenen und verfügen über eine gut ausgebaute Infrastruktur. Wir erleben einen regelrechten Nachfrageboom, da hier Wohneigentum noch relativ günstig gekauft werden kann", so Hanno Heintzenberg.

Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath im unteren Preisranking

Die nordöstlichsten Umlandstandorte von Düsseldorf befinden sich alle im unteren Preisranking. Günstig lässt sich demnach Eigentum in Heiligenhaus und Velbert mit 1.971 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 1.892 Euro pro Quadratmeter erwerben. Den letzten Platz im Ranking nimmt Wülfrath mit einem durchschnittlichen Marktpreisangebot von 1.796 Euro pro Quadratmeter ein. Demnach kostet eine Wohnimmobilie in Meerbusch durchschnittlich fast doppelt so viel wie in Wülfrath.

Allerdings holen die Tabellenletzten immer mehr auf, da sie für viele Immobiliensuchenden durch ihre günstigeren Preise attraktiver werden. Die hohe Nachfrage treibt wiederum die Preise in die Höhe. Vor allem Heiligenhaus und Velbert verzeichnen starke Preisanstiege mit 8,5 Prozent beziehungsweise sogar 10,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Aber auch beim Schlusslicht Wülfrath stiegen die Preise um drei Prozent. Hanno Heintzenberg: "Wir beobachten eine typische Ausweichreaktion. Steigende Preise beziehungsweise ein generell hohes Preisniveau in den Nachbarstädten Ratingen und Mettmann verursachen deutliche Preissteigerungen in Heiligenhaus und Velbert." Während Käufer in Neuss mit 2.544 Euro pro Quadratmeter den dritthöchsten Quadratmeterpreis für Wohneigentum im Düsseldorfer Umland zahlen, stiegen die Preise im Vergleich zum Halbjahr 2017 dort nur um 2,9 Prozent, das niedrigste Ergebnis der Auswertung.

(Redaktion)


 


 

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