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Wahlkampf in Mettmann

Pensionär Schröder löst Verkehrsstau aus

Der Empfang fiel aus, als wäre Gerhard Schröder noch Bundeskanzler. Hunderte SPD-Anhänger und Schaulustige warteten am Montagabend in Mettmann auf den «Pensionär» (Schröder über Schröder). Es gab sogar einen kleinen Verkehrsstau vor der Neandertalhalle. Drinnen spielte die Peter-Weisheit-Band alte Schlager. Die Menge johlte und klatschte zu «Aber bitte mit Sahne». Als Schröder einmarschierte, erntete er stehende Ovationen.

Gastgeber Peer Steinbrück, der SPD-Vize und Bundesfinanzminister kandidiert im Wahlkreis Mettmann für die Bundestagswahl am 27. September, begrüßte den Altkanzler scherzend als «den einzigen Wahlkämpfer, der auch nach Schließung der Wahllokale weiter Wahlkampf macht». Es sollte nicht die einzige Anspielung auf den Wahlabend der letzten Bundestagswahl 2005 bleiben. Damals hatte Schröder einen angriffslustigen TV-Auftritt hingelegt.

Steinbrück griff in seiner kurzen Begrüßungsansprache die «Markttheologen» von der FDP an. Steuersenkungen «auf Pump» seien verantwortungslos, referierte der in Bonn lebende Finanzminister und gab an den Hauptredner ab.

In seiner 20-minütigen Rede ging Schröder direkt zum Angriff auf seine Nachfolgerin über. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) warf er Zögerlichkeit bei der Bekämpfung der Finanzkrise vor. Die Kanzlerin sei zu Beginn der Krise «nicht sichtbar» gewesen, rügte Schröder. Die SPD habe in der großen Koalition dagegen «entschlossen die Linie vorgegeben». Als Beispiel nannte Schröder die von der SPD angestoßenen Pakete zur Ankurbelung der Konjunktur.

(ddp)


 


 

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