Weitere Artikel
Prognose erfüllt

E.ON bestätigt Erwartungen - und fürchtet Belastungen

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 ein EBITDA von rund 8,8 Milliarden Euro und einen Konzernüberschuss von rund 4,0 Milliarden Euro erzielt. Das Ergebnis liegt im Rahmen der im August angehobenen Erwartungen.

Der Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 93,6 Milliarden Euro um 21 Prozent über dem Wert des Vor- jahres. Insbesondere in den Segmenten Opti- mierung & Handel und im regionalen Netz- und Vertriebsgeschäft in Deutschland stiegen die Umsätze. Dagegen ging der Umsatz in der nuklearen und fossilen Erzeugung deutlich zurück. Wesentliche Gründe hierfür waren die Stilllegung von Anlagen in Deutschland aufgrund der Novelle des Atomgesetzes sowie eine geringere Auslastung unserer europäischen Kraftwerksflotte.

Effizienzprogramm wirkt

Das EBITDA lag im Berichtszeitraum 2012 mit 8,8 Milliarden Euro um rund 2,3 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert. Die wesentlichen Gründe hierfür waren deutliche Verbesserungen im Gashandelsgeschäft im Zuge der Neuverhandlungen von Lieferverträgen mit Gasproduzenten, der Wegfall einmaliger Belastungen aufgrund der Novelle des Atomgesetzes in Deutschland sowie der Betrieb von drei neuen Gaskraftwerksblöcken in Russland. Außerdem beginnt das konzernweite Effizienz -Programm E.ON 2.0 zu wirken. Neben dem Segment Optimierung und Handel trägt die Regionaleinheit Deutschland am stärksten zum EBITDA bei. Zur Verbesserung des Ergebnisses um 258 Millionen Euro trugen hier unter anderem Einsparmaßnahmen bei.

Standortschließungen möglich

Das insgesamt verschlechterte Marktumfeld sowie regulatorische Eingriffe führten im Berichtszeitraum zu Wertberichtigungen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. „Das Ergebnis nach drei Quartalen zeigt einerseits erste Erfolge unseres Konzernumbaus und der laufenden Effizienzsteigerungsprogramme. Andererseits wird deutlich, dass wir insbesondere im Stromerzeugungsgeschäft vor immensen Belastungen stehen“, so Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen. „Wir optimieren daher weiter unser konventionelles Kraftwerksportfolio und prüfen auch die Schließung von Standorten. Bei Anlagen, die für die Stabilität der Stromversorgung wichtig sind, suchen wir mit Netzbetreibern und Behörden Übergangslösungen.“

Prognose für 2013 auf dem Prüfstand

Auf Basis des heutigen Geschäftsportfolios geht E.ON weiterhin von einem EBITDA zwischen 10,4 und 11,0 Milliarden Euro und einem nachhaltigen Konzernüberschuss zwischen 4,1 und 4,5 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2012 aus. Ebenso hält E.ON an einer geplanten Dividende von 1,10 Euro pro Aktie für das Jahr 2012 fest. Vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Änderungen des Sektor-Umfeldes erscheint der bisherige Ausblick für das Jahr 2013 nicht erreichbar. E.ON überprüft daher derzeit diese Prognose sowie die Aussagen für 2015 im Rahmen des aktuellen Planungsprozesses.

(Redaktion)


 


 

E.ON
Energiekonzern
EBITDA
Deutschland
Prognose
Verbesserungen
Atomgesetz
Effizienzprogramm
Johannes Teyssen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "E.ON" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: